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In Sachen Spitex gilt im Bucheggberg das Motto «Wer zahlt, befiehlt»

Die Bucheggberger Gemeindepräsidenten tagten zum Thema Spitexverein und liessen sich informieren. Der Verein will sich neu strukturieren und die Privatmitglieder zu Gönnern erheben. Die Gemeinden begrüssten den Vorschlag.

Rahel Meier
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Der Bucheggberger Spitexverein soll neu organisiert werden.

Der Bucheggberger Spitexverein soll neu organisiert werden.

Chris Iseli

Die Fusion von zehn Gemeinden im Bucheggberg hat auch Auswirkungen auf den gemeinsamen Spitexverein. Dessen Präsident Jürg Krebs hatte deshalb darum gebeten, in der VGGB (Vereinigung Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg) direkt informieren zu können.

Der Spitexverein Bucheggberg hat private Mitglieder. Ausserdem sind die Gemeinden Mitglied im Verein und stellen je nach Grösse ein bis zwei Delegierte. «Das ergibt ein gewisses Missverhältnis, wenn es zu wichtigen Abstimmungen kommt.» Tatsache sei, dass die Gemeinden die Geldgeber seien, die Privatmitglieder die Gemeinden aber an einer Versammlung überstimmen könnten.

Verfügung wird erwartet

Unter dem Traktandum «Verschiedenes» informierte Herbert
Schluep zudem über die Unstimmigkeiten zwischen der Kirschblüten-Gemeinschaft und den Behörden der Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen. «Der Durchgangsplatz für Fahrende, den die Kirschblütler erstellt haben, entspricht nicht dem Baugesetz», so Schluep. Seiner Meinung nach würden die Fahrenden missbraucht, um den Behörden eines auszuwischen. «In der Zwischenzeit ist es aber so, dass die Stimmung im Dorf kippt. Die Immissionen durch die Fahrenden sind relativ gross.» Ausserdem seien mehrere Klagen – vor allem gegen Mitglieder der Behörden hängig. Schluep hofft, dass die angekündigte Verfügung des Bau- und Justizdepartementes schon bald eintrifft. (rm)

«Wir möchten deshalb den Verein neu strukturieren.» Die Idee sei es, so Krebs, die Privatmitglieder neu zu sogenannten «Gönnern» zu machen. «Sie behalten damit alle Vorteile, die sie heute auch haben.» Einzig Abstimmen über strategische Entscheide könnten die Gönner nicht mehr. Das würden künftig nur noch die Gemeindevertreter.

«Ist die Zukunft»
Krebs wollte von den Anwesenden wissen, was sie von dieser Idee halten. «Wenn die Gemeinden nicht dahinter stehen, müssen wir den Vorschlag gar nicht weiter ausarbeiten.» Es zeigte sich aber, dass die Gemeinden die Idee begrüssen. «Ich finde dieses Modell ist zukunftsgerichtet», sagte Rita Mosimann (Biezwil) stellvertretend für die anderen.

Mit der Statutenrevision, die damit ausgearbeitet werden müsste, sollen auch weitere Punkte gelöst werden. So besteht teilweise ein Missverhältnis in der Anzahl der Delegierten aus den Gemeinden. Die Präsidenten sprachen sich ausserdem dafür aus, dass der Verteilschlüssel für die Kosten weiterhin solidarisch nach Anzahl Einwohner verteilt werden soll. Die Statutenrevision könne zudem vom Vereinsvorstand und der Versammlung beschlossen werden. «Die Gemeindeversammlungen müssen sich dazu nicht äussern.»

Spitex zieht aus

Jürg Krebs war es im Weiteren ein Anliegen, gewisse Gerüchte, die im Bucheggberg kursieren, zu berichtigen. «Es stimmt, dass wir vom Standort im Alterssitz Lüterswil wegziehen werden.» Der Platz reiche für die heutige Organisation nicht mehr aus. Es sei aber keineswegs so, dass es deswegen mit den Verantwortlichen des Altersheimes Streit gegeben habe. «Wir werden nach wie vor in verschiedensten Bereichen zusammenarbeiten und haben ein gutes Verhältnis.» Es sei auch noch nicht klar, wo sich die Spitex künftig einmiete.

Herbert Schluep (Präsident VGGB, Gemeindepräsident Lüsslingen-Nennigkofen) informierte weiter darüber, dass eine Arbeitsgruppe eingesetzt wurde, die versucht, den Vertrag für die Sozialregion Biberist-Bucheggberg-Lohn-Ammannsegg neu aufzugleisen. Dies wurde nötig, weil der neue Vertrag nicht von allen Gemeinden genehmigt wurde.