Wechselzone
In Oensingen ist man parat für die grossen Wechsel

Die Gemeinde Oensingen ist am diesjährigen Gigathlon eine doppelte Wechselzone: Am ersten Tag übergeben die Biker den Rennvelofahrern, am zweiten Tag die Läufer den Bikern. Just auf den Anlass hin wurde auch die Skaterstrecke neu geteert.

Bruno Heiniger
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Das Areal WZ Oensingen / Firma Bourquin SA: Die Wechselzone in Oensingen

Das Areal WZ Oensingen / Firma Bourquin SA: Die Wechselzone in Oensingen

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Zehn Monate, nachdem die Gemeinde Oensingen erstmals von den Verantwortlichen von Swiss Olympic konfrontiert wurde betreffs Übernahme der Wechselzone, steht nun dieser sportliche Grossanlass buchstäblich vor der Tür. Zehn Jahre nach dem EXPO-Gigathlon im 2002 ist Oensingen gleich für eine doppelte Wechselzone, an zwei Tagen und erneut auf dem Areal der Firma Bourquin SA, verantwortlich.

Zweimal fünf Disziplinen sind an den beiden Tagen zu bewältigen. Die Hälfte davon wird an den beiden Tagen in Oensingen vorbeiführen oder sind direkt mit der Wechselzone verbunden. Gleich die Startetappe am Samstag früh von Olten nach Altreu wird auf dem 50 Kilometer langen Skaterteil im südlichen Gemeindegebiet von Kestenholz her gegen die Kiesgrube hin bis zur Mastenstrasse und dann in Richtung Niederbipp vorbeiführen.

Bike im Mittelpunkt

Wie schon im 2002 ist die Bikestrecke auch diesmal im Mittelpunkt des Geschehens. Am Samstag werden die Biker vom Bettlacherberg (via Hasenmatt - Oberbalmberg) von der ersten Jurakette in Oensingen zum Wechsel eintreffen. Weiter geht es dann mit dem Rennvelo in Richtung Balsthal/Gänsbrunnen via Schelten/Passwang nach Sissach.

Oensingen mit dem öffentlichen Verkehrsmittel besuchen

Die Organisatoren der Wechselzone Oensingen raten den Besuchern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Dies, obwohl bei der neuen VEBO (Staadackerstrasse) sowie bei der BELL AG und Selectag AG (beide Dünnernstrasse) Parkplätze für die Zuschauer zur Verfügung stehen. Die Wechselzone befindet sich unmittelbar beim Bahnhof (Südseite). Für die Athleten stehen Extrazüge bereit.

Am Sonntag wird für die vierte Tagesdisziplin der Zielort Oensingen sein: Die Läuferinnen und Läufer werden (auch von der Kiesgrube «Aebisholz» herkommend) die Wechselzone Oensingen anvisieren, ehe dann mit dem Bike das Finale in Richtung Roggen/Tiefmatt/Belchenfluh und Hauenstein nach Olten unter die Räder genommen wird.

Speziell die Kronengasse, Ausserberg- und Vogelherdstrasse werden am Sonntag in diesen Quartierstrassen vorübergehend stark frequentiert sein, wenn rund 1500 Biker und Bikerinnen ab zwölf Uhr mittags den ersten Anstieg in Angriff nehmen.

Bike ist auch Stichwort für eine Zusatzaufgabe der Verantwortlichen der Wechselzone. Die Bikeer erreichen am Samstag Oensingen und gehen am Sonntag vom gleichen Ort wieder weg. Dadurch werden die Zweiräder in den Fabrikhallen der Firma Bourquin SA zwischengelagert. Dazu wird Platz von rund 2000 m2 geschaffen für die rund 1500 Bike's. Bereits am Freitag treffen ab 13 Uhr aber schon rund 600 Rennvelo's von den Single und Couple ein.

120 Helfer im Einsatz....

Ob in der Wechselzone, in der Festwirtschaft, beim Velo/Bike-Depot oder bei den Aussenposten, 120 Helfer und Helferinnen und auch noch einige Zivilschützler, werden an beiden Tagen im Einsatz stehen und dafür sorgen, dass dieser Anlass gut über die Bühne gebracht werden kann.

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Die Festwirtschaft ist jeweils schon früh in Betrieb, am Samstag mit Kaffee und Gipfeli bereits ab sieben Uhr morgens, am Sonntag eine Stunde später. Mit dem gedeckten Parkplatz hat man auf dem Areal der Firma Bourquin AS eine ideale Ausgangslage für den Festwirtschaftsbereich und mit einem guten Angebot will man sowohl Sportler und Zuschauer vor Ort verwöhnen.

Gute Ausgangslage für die Skater

Die Nationale Skater-Route führt auch über Oensinger Gemeindegebiet. Von Niederbipp herkommend in die Dünnernstrasse einbiegend (vor Autobahnüberführung) in Richtung Kiesgrube «Aebisholz» und dort weiter nach Kestenholz. Dieser schnurgerade Streckenteil hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert, so dass das Risoko für Stürze beim Gigathlon doch relativ hoch gewesen wäre.

An der letzten Gemeindeversammlung im Dezember 2011 wurde bei den Investitionen 600‘000 Franken für Flurwege gesprochen, wobei die verlängerte Dünnernstrasse eigentlich noch nicht darin vorgesehen war. Zwischenzeitlich hat man die Prioritäten neu festgelegt - nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit dem Gigathlon - und nun acht Tage vor der Benützung durch die Inliner diesen Strassenabschnitt auf Vordermann gebracht und mit einem neuen Teerbelag versehen.