Budget
In Oensingen gibt es an zwei Stellen Probleme mit Wasser

Zwei Projekte drängen in Oensingen auf eine Realisierung. Beim Schlossbach stehen zum einen der Hochwasserschutz an und zum andern die Revitalisierung des Schlossgrabens.

Alois Winiger
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Das Flachdach auf dem Sporttrakt der Kreisschule Bechburg ist leck. Wasser dringt ein. Fotos: HR. Aeschbacher

Das Flachdach auf dem Sporttrakt der Kreisschule Bechburg ist leck. Wasser dringt ein. Fotos: HR. Aeschbacher

Zwei Projekte drängen in Oensingen auf eine Realisierung. Beim Schlossbach stehen zum einen der Hochwasserschutz an und zum andern die Revitalisierung des Schlossgrabens.

Zudem muss das Wasser der Dünnern zugeleitet werden. Für dieses Projekt hat der Gemeinderat die Planunterlagen für die Vorprüfung des Kantons verabschiedet. Bereits gutgeheissen hat der Rat hingegen einen Gesamtkredit für die Sanierung des Flachdachs auf dem Sporttrakt der Kreisschule Bechburg.

Schon seit 2008 bereit zur Sanierung

Schon bei der Fassadensanierung im Jahr 2008 sei festgestellt worden, dass auch das Flachdach zu sanieren wäre. Man verzichtete aus Kostengründen darauf und behalf sich mit punktuellen Reparaturen. Heute aber sei die Situation so, dass bei starkem Regen das Wasser in Turnhalle, Hallenbad und Garderoben eindringe, wurde im Gemeinderat erwähnt.

Der Vorstand der Kreisschule liess eine Kostenberechnung für die Sanierung erstellen und setzt dabei auf eine zweilagige Bitumenbahn. Diese Variante sei etwas teurer als eine Folienabdeckung, dafür sei eine längere Lebensdauer zu erwarten. Man spricht von 25 Jahren. Von den Kosten werden die Gemeinde Oensingen 452115 Franken und Kestenholz 32885 Franken zu tragen haben. Der Kreditantrag wird der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember vorgelegt.

Direkte Einleitung verboten

Der Schlossbach ist seit längerem ein Thema. Nun lag dem Gemeinderat ein Erschliessungs- und Gestaltungsplan mit Sonderbauvorschriften «Hochwasserschutz Schlossbach und Revitalisierung Schlossgraben» inklusive Bauprojekt vor. Der Bach fliesst am Schloss vorbei durch das Siedlungsgebiet, wo das Ufer stellenweise verbaut ist. Es bestehen Defizite beim Hochwasserschutz und beim Fremdwasser.

Vorgesehen ist es nun, den Schlossgraben zu revitalisieren, um dadurch die Gefahr einer Hangrutschung massiv zu verkleinern. Ferner geht es um das Fremdwasser. Beim Geschiebesammler Harzerweg fliesst nämlich das Bachwasser in die Kanalisation und dann eingedolt in die Abwasserreinigungsanlage (ARA).

Dies sei gemäss Gewässerschutzgesetz verboten, wurde im Gemeinderat festgehalten. Und abgesehen davon, könne der zu grosse Fremdwasseranteil in der ARA gesenkt werden. Daher ist geplant, den Bach vom Kanalnetz zu trennen und das Wasser in die Dünnern zu führen.

Für diese Bachumlegung ist ein kantonaler Nutzungsplan nötig. Der Rat hat, wie erwähnt, die Planunterlagen verabschiedet, die nun von den kantonalen Behörden geprüft werden. Für die Realisation wird mit Kosten von rund 2,6 Mio. Franken gerechnet, die voraussichtlich ins Budget 2014 aufgenommen werden.