Mit Buben gebadet

In Mümliswil-Ramiswil wird Lehrer freigestellt

Der Lehrer badete spätabends mit zwei Buben (Symbolbild)

An den Schulen Mümliswil-Ramiswil ist ein Lehrer per sofort freigestellt worden. Er soll Freitagnacht mit zwei Buben im Hallenbad gebadet haben. Hinweise auf eine strafrechtliche Handlung gibt es hingegen nicht.

«Eine Lehrkraft mit Teilpensum an den Schulen Mümliswil-Ramiswil und Klassenlehrer in Holderbank ist am letzten Samstag sofort freigestellt worden» bestätigt Gemeindepräsident Kurt Bloch entsprechende Gerüchte. Als Grund gibt Bloch einen «eklatanten Verstoss und schwer wiegenden Vertrauensmissbrauch» an.

Am letzten Freitag, 22.40 Uhr, soll der stellvertretende Leiter Schulanlagen beim Schlusskontrollgang im Hallenbad einen Buben im Wasser entdeckt haben. Dann noch einen Mann und einen zweiten Buben.

Daraufhin sei sofort der Hauptleiter Schulanlagen benachrichtigt worden und dieser habe den Mann und die beiden Buben aufgefordert, sofort das Bad zu verlassen. «Die Buben, 12- und 14-jährig, gehen nicht in Mümliswil und auch nicht in Holderbank zur Schule», betont Bloch.

Hausverbot ausgesprochen

Der Vorfall wurde am Samstagmorgen auf dem ordentlichen Dienstweg der Schulleitung und dem Gemeindepräsidenten gemeldet. Am späten Samstagnachmittag ist dem Lehrer in Anwesenheit von Schulleitung für Mümliswil-Ramiswil und Holderbank, Behörden und Polizei eröffnet worden, dass er per sofort freigestellt sei. Er wurde aufgefordert, die Schlüssel abzugeben und ein Hausverbot für Holderbank und Mümliswil wurde ausgesprochen.

In welchem Verhältnis die Buben zum Lehrer stehen, sei nicht mehr ein Fall für die Schule, sondern für die Polizei, so Bloch. Laut Kapo-Mediensprecherin Thalia Schweizer hätten sich keine Hinweise auf eine strafrechtliche Handlung ergeben. Es sei auch keine Anzeige erstattet worden.

Die Eltern der betroffenen Klassen werden am Dienstag schriftlich von der Schulleitung informiert.

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