Kriegstetten

In Kriegstetten werden nach abgebrochener Versammlung Scherben gekittet

Blick auf die Gemeindeverwaltung Kriegstetten, wo auch der Gemeinderat seine Sitzungen abhält.

Blick auf die Gemeindeverwaltung Kriegstetten, wo auch der Gemeinderat seine Sitzungen abhält.

Kriegstetten hat nach der abgebrochenen Gemeindeversammlung im Dezember noch kein genehmigtes Budget. Das soll nun am 31. Januar nachgeholt werden. Die kritisierten Landverkäufe werden bei der Gemeindeversammlung nochmals traktandiert.

Der Gemeinderat geht mit einem noch röteren Budget an die ausserordentliche Gemeindeversammlung. Wie erst nachträglich festgestellt wurde, können die geplanten Landverkäufe nicht im Budget 2013 verrechnet werden. Statt einem Minus von 100000 Franken droht ein Minus von 700000 Franken.

Die Planung in Kriegstetten sieht vor, dass nach dem Gemeinderat eine Woche später am nächsten Montag auch der erweiterte Gemeinderat (inklusive Ersatzgemeinderat und Parteispitzen) die Geschäfte der kommenden ausserordentlichen Gemeindeversammlung vorbesprechen soll, damit es beim zweiten Mal klappt mit dem Budget 2013.

Landverkäufe nochmals traktandieren

Das Datum für die ausserordentliche Gemeindeversammlung wurde am Montagabend vom Gemeinderat auf den 31. Januar fixiert. Der Gemeinderat will nochmals beide Landverkaufsgeschäfte traktandieren, wenn die erweiterte Runde nicht etwas anderes beschliesst. «Die Bevölkerung würde etwas anderes nicht verstehen, nachdem sie schon an der Dezember-Gemeindeversammlung über die Landverkäufe entscheiden sollte», begründete Gemeinderat Manfred Küng. Inhaltlich haben sich die Landverkaufsgeschäfte in der Zwischenzeit teilweise noch stark verändert.

Der Gemeindepräsident Peter Siegenthaler will detaillierter informieren und hofft wie der Gesamtgemeinderat, dass die Bevölkerung den Landverkäufen zustimmt.

Schulden machen

So oder so hat ein Minus im Budget Folgen. «Mit einem Minus wird unser Eigenkapital zu Neige gehen und wir werden Schulden machen müssen», sagte der Gemeindepräsident. «Dann muss die Gemeinde sagen, was sie will», so sein Fazit. Steuererhöhungen wurden nur kurz andiskutiert.

Im Vordergrund stand beim Gemeinderat eine Verzichtsplanung bei den Investitionen. Welche Positionen aber bei den geplanten Investitionen gestrichen werden sollen, auch darüber soll am kommenden Montag der erweiterte Gemeinderat befinden.

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