Umgestaltung
In Horriwil müssen 50 Meter Trottoir eingespart werden

Im Frühling wird in Horriwil der Knoten zwischen der Subingen-, Haupt- und Wilstrasse umgestaltet. Eine Winterlinde steht im Weg, und auf der Westseite der Strasse fehlt auf einer Länge von zirka 50 Meter das Trottoir.

Rahel Meier
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Zwar ist die Warntafel da, aber den Fussgängerstreifen selbst sieht man als Autofahrer schlecht, wenn man auf der Hauptstrasse in Richtung Subingen fährt.

Zwar ist die Warntafel da, aber den Fussgängerstreifen selbst sieht man als Autofahrer schlecht, wenn man auf der Hauptstrasse in Richtung Subingen fährt.

Rahel Meier

Als «Leidensgeschichte» bezeichnete Gemeindepräsident Franz Schreier an der letzten Gemeindeversammlung im Dezember die Neugestaltung des Knotens Subingen-, Haupt- und Wilstrasse.

Seit Mitte Januar lag das überarbeitete Bauprojekt öffentlich auf. Ein Kompromiss, wie sowohl die Horriwiler als auch die kantonalen Behörden betonen. Tatsächlich gab es keine Einsprachen dagegen, sodass in wenigen Wochen mit dem Bau begonnen werden kann.

Uneinig waren sich die Gemeinde und der Kanton bei der Trottoirführung und der Verlegung des Fussgängerstreifens. «Wir machten uns im Frühling 2013 Gedanken über die Situation bei der Wilstrasse. Dort haben wir seit Jahrzehnten ein ungelöstes Problem», erklärt Gemeindepräsident Franz Schreier. Mitten im Knotenbereich steht nämlich eine Winterlinde.

Der Fussgängerstreifen, den vor allem auch Schulkinder benützen, ist zudem an einer eher unglücklichen Stelle. «Wer in Richtung Subingen fährt, sieht ihn erst relativ spät», so Schreier. Weiter fehlt auf der Westseite der Strasse auf einer Länge von zirka 50 Meter das Trottoir.

Fussgängerstreifen überprüft

Ungefähr zur gleichen Zeit überprüften die kantonalen Behörden sämtliche Fussgängerstreifen im Kanton. Als Ergebnis ging hervor, dass der Fussgängerstreifen in Horriwil rund zehn Meter südwärts verlegt werden sollte. «Das kam uns entgegen», so Schreier.

Noch bis Ende April

Schon seit mehr als einem Jahr wird an der Subingenstrasse in Horriwil gebaut. Der Kanton saniert die Strasse, gleichzeitig werden die Wasserleitungen des Zweckverbandes ersetzt. Die Gemeinde Horriwil hat sich deshalb dazu entschlossen, die Schmutzwasserleitung zu sanieren und einen Fangkanal zu bauen. Auch die Regio Energie ist nachträglich noch dazugekommen und legt neue Leitungen.
Die Projekte der Gemeinde kosten rund eine Million und wurden an der Gemeindeversammlung im Dezember 2011 genehmigt. Der Betrag wird über die Spezialfinanzierung bezahlt. An die Sanierung der Kantonsstrasse muss Horriwil weitere 895 000 Franken zahlen, verteilt auf fünf Jahre.
Von Mitte Dezember bis zum 20. Januar 2014 ruhten die Arbeiten. Bis Ende April sollten sie abgeschlossen sein. (rm)

Darauf stellten Gemeindevertreter beim Kanton ein Begehren zur Verlegung des Fussgängerstreifens. Im Sommer 2013 lag ein überarbeitetes Projekt vor, das den Fussgängerstreifen nach Süden verlegte und ein durchgängiges Trottoir auf der Westseite der Wil- und Subingenstrasse vorsah.

«Im Oktober war dann alles anders», so Schreier. Das Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT) redimensionierte das Projekt und teilte dies der Gemeinde schriftlich mit. «Wir hatten keine andere Wahl», erklärt Projektleiterin Gabriela Gygax auf Anfrage. «Wir waren gezwungen, im ganzen Kanton Einsparungen vornehmen. – wovon auch Horriwil betroffen ist.»

Um sieben Meter verlegt

Der Grund dafür ist das in der Zwischenzeit vom Kanton geschnürte Sparpaket. Grundsätzlich war die angedachte Lösung gut, betont Gygax. «Aber das aktuell aufgelegte Projekt ist eine gute Lösung, die allen dient.» Das Trottoir später doch noch durchgehend zu gestalten, sei weiterhin möglich.

Das gibt wiederum auch Gemeindepräsident Franz Schreier zu. «Wir mussten allerdings noch ein paar Mal mit dem Kanton verhandeln, bevor das heutige Projekt da war.» Denn zuerst wollte das AVT den Fussgängerstreifen fast genau am alten Ort belassen.»

Die gemeinsam erarbeitete Variante sieht nun Anpassungen im Einmündungsbereich der Wilstrasse in die Subingenstrasse vor. Nebst der besseren Ausgestaltung des Trottoirs wird der Fussgängerstreifen um rund sieben Meter verlegt. «Damit haben wir zwar das durchgehende Trottoir nicht, das wir uns gewünscht haben. Aber die Verkehrssituation wird sich sicher verbessern», sagt Schreier abschliessend.

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