Günsberg

In Günsberg sammelt das Wappentier Alu

Josef Schär, Peter Hugi, Erich Häfliger, Angelika Wyss (v. l.) mit dem sammelnden Aluhirsch.

Josef Schär, Peter Hugi, Erich Häfliger, Angelika Wyss (v. l.) mit dem sammelnden Aluhirsch.

In Günsberg wurde ein selbst gebauter Alu-Sammelhirsch eingeweiht. Das von der Umweltschutzkommission lancierte Projekt ist für den diesjährigen Green Can Award nominiert.

Ein grosser, bunt angemalter Alu-Sammelbehälter, von einem roten Hirsch - dem Gemeindewappentier - geziert, wurde am Samstagmorgen der Gemeinde Günsberg übergeben. Die Bürgerinnen und Bürger bestaunten das Konstrukt während eines Apéros beim Werkhof. Das etwa eineinhalb Meter breite, zwei Meter hohe und einen Meter tiefe «Monster» besteht überwiegend aus Holz. Auf der Rückseite befindet sich eine Tür, welche die Entleerung des Sammelcontainers gewährleistet. Eine Treppe führt zur Einwurföffnung des Hirsches, sodass auch Kinder die Möglichkeit haben, das Aluminium direkt zu entsorgen.

Belohnt wird die Gabe mit dem röhrenden Laut eines Hirsches. Die Kinder würden ihre Eltern so zum Sammeln animieren, damit sie den Aluhirsch füttern könnten, hofft Angelika Wyss von der Umweltschutzkommission Günsberg. Die versammelte Menge bedachte das Alumonster mit Applaus. Angelika Wyss resümiert nach der Einweihung: «Die Leute haben sich gefreut.»

Unterstützung ist garantiert

Angelika Wyss' Idee wurde von Erich Häfliger zusammen mit der Umweltschutzkommission und vielen anderen Helfern umgesetzt. Unter anderem half die Schreinerei Schmid beim Sägen. Als kleinere Hürden stellten sich das Konkretisieren der Hirsch-Zeichnung sowie die Technik mit dem Hirsch-Geräusch heraus. «Wir haben viele Stunden Arbeit investiert», erklärt Angelika Wyss.

Der Kontakt zu den Einwohnerinnen und Einwohnern war der Umweltschutzkommission bei diesem Projekt sehr wichtig. Als der Hirsch seine Form hatte, konnten Kinder aus dem Dorf beim Bemalen und Dekorieren helfen. Diese Arbeiten wurden in der Schule ausgeschrieben. Angelika Wyss freut sich: «Etwa 30 Kinder haben mitgeholfen.»

Parallel dazu konnten die Kinder an einem Malwettbewerb teilnehmen und eine Hirschvorlage gestalten. Die Gewinner wurden am Einweihungsfest bekannt gegeben. Mischa Chappus, Loredana Zimmermann, Lara Emch sowie Gloria Scherter konnten Gutscheine der Restaurants in Günsberg, vom Volg oder von der Stadtvereinigung Solothurn mit nach Hause nehmen. Alle anderen fleissigen Malerinnen und Maler durften sich an einer Packung Buntstifte erfreuen.

Die Arbeit wurde honoriert

Sinn des Projektes ist es, die Gemeinde zum Aluminiumsammeln anzuregen. Da Aluminium oft ohne Qualitätsverlust weiterverwendet werden kann, sollte es nicht im Kehricht landen. Mit dem Projekt wirkt die Umweltschutzkommission dem entgegen. Sogar auf nationaler Ebene erhält das Projekt Zuspruch. Die Gemeinde ist für den Green Can Award 2012 nominiert, der am 23. März im KKL Luzern von der IGORA-Genossenschaft verliehen wird. «Wir sind stolz, dass etwas Einfaches, wie ein Sammelcontainer, für diesen Preis nominiert ist», sagt Wyss. Die vielen Stunden, welche von den zahlreichen Helfern investiert wurden, würden so honoriert. Es zeige, dass man gemeinsam etwas erreichen könne. In Zukunft wird nun zunächst beobachtet, ob mehr Aluminium gesammelt werden kann. Je nach Sammelerfolg macht die Umweltschutzkommission im Herbst erneut aufs Alusammeln aufmerksam.

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