Lüsslingen-Nennigkofen
In einem sonst zerstrittenen Dorf gibt es viele gemeinsame Ideen

An der Zukunftswerkstatt wurden viele Ideen zur künftigen Entwicklung des Dorfkerns von Lüsslingen-Nennigkofen hervorgebracht. Gemeinsam mit dem Gemeinderat wird Planer Thomas Ledermann nun das Räumliche Leitbild entwickeln.

Urs Byland
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An der Gemeindeversammlung in einem Jahr soll das neue Räumliche Leitbild von Lüsslingen-Nennigkofen verabschiedet werden.

An der Gemeindeversammlung in einem Jahr soll das neue Räumliche Leitbild von Lüsslingen-Nennigkofen verabschiedet werden.

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Eine bessere Zukunft muss erarbeitet werden. In Lüsslingen-Nennigkofen wollten dies gut 60 Personen tun. Gut möglich, dass das grosse Echo auf die Zukunftswerkstatt mit der speziellen Konstellation im Dorf mit der Gemeinschaft Kirschblüte und der «Interessengemeinschaft Lüne – üses Dorf» zu tun hat.

Gemeindepräsident Herbert Schluep hat von allen Seiten Besucherinnen und Besucher der Zukunftswerkstatt gezählt, «auch einfach Einwohner, die sich wegen des Räumlichen Leitbilds Dorfteil Nennigkofen direkt betroffen fühlen».

Der Anlass war die erste Veranstaltung im Hinblick auf die anstehende Revision der Ortsplanung. Dazu muss zuerst ein Räumliches Leitbild ausgearbeitet werden. «Es war ein guter Dialog», berichtet Herbert Schluep. Er habe nichts gespürt von allfälligen Zwistigkeiten zwischen der IG und der Gemeinschaft. «Im Gegenteil, viele Ideen zur künftigen Entwicklung des Dorfteils wurden vorgebracht.»

Zuerst erklärte Planer Thomas Ledermann den Ablauf einer Ortsplanungsrevision. In Gruppen wurde anschliessend gesammelt, was im Dorfteil Nennigkofen aktuell als negativ empfunden wird, sei es in der Schule, Verkehr, Natur etc. Nach einer Pause wurden die Gruppen neu zusammengesetzt. Nun konnte man seinen Visionen für den Dorfteil freien Lauf lassen.

Wie soll sich dieser in Zukunft entwickeln. «In der Schlussbesprechung zeigte sich, dass viele Anregungen und Ideen übereinstimmten», erklärt Herbert Schluep.
Die Resultate werden nun vom Planer verarbeitet.

«Es galt von Anfang an, die Bevölkerung in die Erarbeitung des Leitbildes miteinzubeziehen», erklärt Thomas Ledermann. Inhaltlich sei ihm im Vergleich mit ähnlichen Veranstaltungen nicht etwas speziell aufgefallen.

«Man lebt halt im ländlichen Raum und schätzt diesen auch.» Er habe eine sehr gute Veranstaltung erlebt mit «guten Inputs». Nun werde er diese auswerten und zusammen mit dem Gemeinderat das Räumliche Leitbild erarbeiten.

Nach einer Prüfung durch den Kanton, soll der erste Entwurf des Leitbilds der Bevölkerung vorgelegt werden. Allenfalls erfolgt eine Mitwirkung, bevor das Leitbild an der Gemeindeversammlung in einem Jahr verabschiedet werden kann.