Die Geschichte der Vebo in Langendorf ist eng verbunden mit Roland Beer, der 34 Jahre lang Leiter der Werkstätte war. Im Jahr 1977 übernahm die Vebo die damalige Werkstatt der Kantonalen Psychiatrischen Klinik und richtete an der Weissensteinstrasse in Solothurn 20 geschützte Arbeitsplätze ein. 1987 waren es bereits 60 Arbeitsplätze.

Aber es dauert noch weitere 14 Jahre, bis die Vebo einen Neubau an der Bellacherstrasse in Langendorf beziehen konnte. 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind heute dort beschäftigt. Nach wie vor beschäftigt die Vebo Werkstatt Langendorf vor allem Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. «Für die einen ist die Vebo eine vorübergehende Station auf dem Weg zurück in den normalen Arbeitsmarkt. Für andere ist es ein Dauerarbeitsplatz», erklärt Roland Beer.

Er verabschiedet sich mit einem «lachenden und einem weinenden Auge», wie er selber sagt. Seine Aufgabe bei der Vebo war spannend. Vor allem der Ausbau der ehemaligen mechanischen Werkstätte zum heutigen modernen Fertigungsbetrieb trägt die Handschrift Beers. «In all diesen Jahren durfte ich auch viele schöne Kontakte mit Menschen erleben», so Beer. Er freue sich nun aber auch, mehr Zeit für seine Familie und zum Wandern zu haben.

Mann der Wirtschaft

Johann Hirschi arbeitet seit zwei Monaten in der Vebo Langendorf und ist froh, dass er den Übergang gemeinsam mit Roland Beer gestalten konnte. Hirschi kommt aus der Maschinenindustrie und war zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung bei einem internationalen Anbieter aus dem Maschinen- und Anlagebau tätig.

Die Vebo Langendorf ist eines der acht Profizentren der Vebo Kanton Solothurn. «Wir müssen Ende Jahr eine Rechnung präsentieren, die eine schwarze Null aufzeigt», erklärt Roland Beer. Obwohl Hirschi aus der Wirtschaft kommt, ist ihm klar, dass neben diesen betriebswirtschaftlichen Anforderungen der Mensch nicht zu kurz kommen darf.

«Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Meine Eltern hatten immer Menschen mit Beeinträchtigungen auf dem Hof», erklärt er. Dies war mitentscheidend, dass er sich Anfang Jahr auch auf das Inserat der Vebo gemeldet, mit dem eine neue Leitung gesucht wurde. «Die Vebo in Langendorf ist gut aufgestellt. Die Menschen, die hier arbeiten, leisten sehr gute Arbeit.» Nun gelte es, die bisherigen Kunden zu halten und möglichst auch noch neue dazuzugewinnen.