Buchegg

In der «Mühle» sollen künftig auch Schweine gemästet werden

Blick in einen Schweinemast-Betrieb (Archiv)

Blick in einen Schweinemast-Betrieb (Archiv)

Im Landwirtschaftsbetrieb «Mühle» in Mühledorf sollen neue Ställe gebaut werden. Das Projekt beinhaltet einen Abferkel- , einen Ferkelaufzucht- und einen Deckstall. Ausserdem sollen ein Poulet- und ein Schweinemaststall entstehen.

Werner Lätt, Besitzer der Mühledorfer Mühle sowie deren Pächter Marcel Schlup und Kuno Eberhard vom Planungsbüro bsp und Partner stellten dem Gemeinderat am Montag ihre Projektidee vor. Demnach soll der Landwirtschaftsbetrieb «Mühle» ausgebaut werden. Die Bauherrschaft will demnächst eine Voranfrage beim kantonalen Amt für Raumplanung deponieren. «Wir wollen wissen, was wir noch machen müssen, um das Baugesuch einreichen zu können», erklärte Kuno Eberhard.

Um eine Präsentation der Projektidee hat der Gemeinderat gebeten, da für den Ausbau des Betriebs ursprünglich auch eine Umzonung im Raum stand, da man weitere Landstücke verwenden wollte. Die Bauherrschaft hat sich nun aber anders entschieden und das Projekt käme voll und ganz innerhalb der Gewerbezone zu stehen. Folglich hat nicht mehr der Gemeinderat über das Projekt zu entscheiden, sondern die Baukommission.

Die Projektidee enthält einen Abferkel- , einen Ferkelaufzucht- und einen Deckstall. Ausserdem sollen ein Poulet- und ein Schweinemaststall entstehen. Eine Güllegrube und Zeltabdeckung ist ebenfalls vorgesehen. Marcel Schlup aus Brügglen ist seit 2005 Pächter des Betriebs und erklärte: «Zur Zeit haben wir in der Mühle einen Deckbetrieb - also keine Schweinemast, sondern eine Zucht.» In der Mühle werde gedeckt und sobald die Tiere gedeckt seien, werden sie in verschiedene Teile der Schweiz gebracht. «Heute sehe ich, dass wir damit auf der falschen Schiene sind», so Schlup.

Die Transportwege seien zu lang und die Gefahr von Krankheiten steige. Ausserdem seien die Stallungen der Mühle veraltet, die Isolationen sanierungsbedürftig. Im Winter können keine Hühner mehr gehalten werden, da die Energiekosten zu hoch seien. «Das hat uns dazu bewogen ein neues Konzept zu erarbeiten und zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt», sagte Schlup.

Aus dem Zuchtbetrieb soll ein Mastbetrieb werden. Auch Besitzer Werner Lätt unterstrich: «Wir sind bereit, den Pachtvertrag langfristig zu verlängern, so dass man in der Mühle weiterhin Landwirtschaft betreiben kann.» Auf die Frage von Gemeinderatsmitgliedern erklärte Schlup, dass sich der Verkehr sogar verringern würde. Die beiden Lastwagen, die momentan einmal pro Woche Schweine bringen und holen, würden wegfallen.

Verschiedene Faktoren müssen noch näher untersucht werden, so etwa allfällige Altlasten, die Nähe zur Gas-Hochdruckleitung oder der Abwasser-Verbandskanal, der durch das Vorhaben führt. Einbezogen werden muss auch der Kanton, bei dem ein Umweltverträglichkeitsbericht eingereicht werden muss.

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