Marti-Recyclingcenter
In Bellach naht die heisse Gemeindeversammlung zum Räumlichen Leitbild

Am 18. Juni stimmen die Bellacherinnen und Bellacher über das Räumliche Leitbild und damit auch über die Zukunft des Marti-Recyclingcenters ab. Der Gewerbeverein empfiehlt ein Ja zum Leitbild.

Urs Byland
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Darüber stimmen die Bellacherinnen und Bellacher am 18. Juni indirekt ab: Das Marti-Recyclingcenter. (Illustration)

Darüber stimmen die Bellacherinnen und Bellacher am 18. Juni indirekt ab: Das Marti-Recyclingcenter. (Illustration)

Zur Verfügung gestellt

Die Generalversammlung des Gewerbevereins empfiehlt ihren Mitgliedern sowie den Bellacherinnen und Bellacher ein Ja für das Räumliche Leitbild und damit ein Ja für das Marti-Recyclingcenter. Das Räumliche Leitbild ist an der Rechnungsgemeindeversammlung am 18. Juni traktandiert. Aufgeführt im Leitbild ist auch die brachliegende Matte, ausgangs Dorf Richtung Selzach auf der Südseite der Bielstrasse. Die Marti Bauunternehmung AG plant dort ein Recyclingcenter, genauer eine Bodenwaschanlage. Auf dem Areal soll kies- und sandhaltiges Material aus Rückbauten zur Wiederverwendung aufbereitet werden.

Alles unter einem Hut

Der Gewerbeverein unter dem Präsidium von Moritz Messer hat nun zum Räumlichen Leitbild eine ausführliche Mitteilung versandt. Dabei wird nur auf diese Matte, auf der die Marti AG bauen will, Bezug genommen. Aufgelistet werden die Rahmenbedingungen des Recyclingcenters, allgemeine Überlegungen dazu sowie die Auswirkungen des geplanten Werkes für Bellach. Im Fazit schreibt der Gewerbeverein: «Das Recyclingcenter bietet uns eine der seltenen Gelegenheiten, wirtschaftliches Wachstum, soziale Sicherheit und Umweltschutz unter einen Hut zu bringen.»

163 Eingaben zum Leitbild

Die Mitteilung des Gewerbevereines kreuzt sich zeitlich mit dem Ende der öffentlichen Mitwirkung zum Räumlichen Leitbild. Diese hat «massiv weniger Eingaben wie diejenige zum Recyclingcenter gebracht», berichtet der neue Gemeindeschreiber Dieter Schneider. Die Eingaben sammelt Gemeindepräsident Anton Probst. «Es sind insgesamt 163 Eingaben eingetroffen, die ich der Spezialkommission weitergeleitet habe», so Probst. Ein Hotspot ist das Recyclingcenter. Andererseits werden die im Dorf vorgesehenen Zonenänderungen thematisiert, «insbesondere von den Direktbetroffenen». Keine Eingabe machte der Gewerbeverein.

Zur Landwirtschaftszone

Das Leitbild wird zuerst nochmals im Gemeinderat behandelt. Dort erhält das Leitbild seine definitive Fassung zuhanden der Gemeindeversammlung. Wird das Leitbild angenommen, hat das Recyclingcenter die entscheidende Hürde genommen. Wird das Räumliche Leitbild abgelehnt, dürfte der Teil des Landes für das geplante Recyclingcenter, der in der Reservezone liegt, zu Landwirtschaftsland umgezont werden.