Behinderte
In Balsthal können jetzt auch Behinderte in die Badi

Die Badi in Balsthal hat jetzt, was es sonst noch kaum gibt in Freibädern. Eine Möglichkeit, der es Personen mit einer Behinderung erlaubt, einfach und selbstständig ins kühle Nass hineinzukommen. Und auch wieder heraus.

Alois Winiger
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Michael Harr demonstriert den Lift

Michael Harr demonstriert den Lift

Bruno Kissling

Das Freibad Moos in Balsthal verfügt über einen Schwimmbadlift, der sowohl beim Nicht- als auch beim Schwimmerbecken eingesetzt werden kann.
Das Freibad Moos ist im Herbst/Winter 2010/2011 für 4,6 Mio. Franken saniert worden. Dazu gehörte auch die behindertengerechte Gestaltung.

Selbst-Bedienung

«Eine Rampe, die ins Becken führt, hätte man auch einbauen können,» sagt Gemeindepräsident Willy Hafner, «aber da geht beim Ausstieg ohne fremde Hilfe gar nichts.» Die Projektverantwortlichen seien dann recht schnell auf die Lösung mit dem Lift gekommen. Dieser kann grundsätzlich von der behinderten Person selber bedient werden. Sicherheitshalber ist es vor allem am Anfang gewünscht, wenn man sich beim Aufsichtspersonal meldet.

Stiftung zahlte Einrichtung

Was die Gemeindebehörden von Balsthal dabei besonders freut: Die Kosten für den Lift samt Installation, total 20 000 Franken, werden von der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind übernommen. Dies aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Stiftung. Deren Geschäftsleiter Michael Harr lobt das umsichtige Vorgehen der Balsthaler und hofft, dass andere Freibäder dem Vorbild folgen werden. «Denn», so betont er, «noch immer sind viele öffentliche Bäder in der Schweiz nicht behindertengerecht ausgerüstet.»