Am Wochenende sind wir bereits ausgebucht.» Evi Schweizer, Gastgeberin im Restaurant Seeblick, freut sich. Seit dieser Woche verfügt der «Seeblick» neu auch über fünf Hotelzimmer. Jedes der Zimmer ist individuell eingerichtet. Einen Fernseher sucht man vergebens. Auf den wurde bewusst verzichtet, so Schweizer.

Dafür steht eine Flasche Mineralwasser bereit, und wer die Zahnbürste oder das Shampoo zu Hause vergessen hat, bekommt dies vor Ort.

Evi Schweizer ist jahrelang von Hotel zu Hotel gereist. Seit 2003 ist sie als Führungsperson in der Gastronomie tätig. Ausgebildet als Kosmetikerin hat sie später als Beraterin konzeptionelle Aufträge und Mandate im Wellnessbereich auf der ganzen Welt übernommen und geholfen, Spa-Bereiche in Luxushäusern einzurichten.

Dass sie heute den «Seeblick» führt, ist ein Zufall. Vor sechs Jahren hatte sie zwischen einer Sitzung in Zürich und einer Sitzung in Bern rund drei Stunden Zeit. «Plötzlich stand ich auf dem Parkplatz am See. Und ich war fasziniert von diesem Ort», erinnert sie sich.

Umweg über Hettiswil

Während der letzten fünf Jahre führte sie das Restaurant Kreuz in Hettiswil. Vor einem Jahr ergab sich dann die Gelegenheit, das Restaurant Seeblick zu übernehmen.

Der «Seeblick» ist ein typischer Sommerbetrieb. Auf der grossen Terrasse am See lässt es sich gemütlich sitzen. Wenn das Wetter gut ist, dann wird ein Salatbuffet direkt auf der Terrasse aufgebaut und das Fleisch in einer kleinen Küche direkt unter den Augen der Gäste gegrillt. Trotz des schlechten Wetters in den letzten Wochen lief das Restaurant gut. «Wir hatten Firmenanlässe und auch Hochzeiten», so Evi Schweizer.

Sie lege grossen Wert auf Details. «Der Gast soll sich bei uns wohlfühlen.» Tischdecken, Stoffservietten, frische Blumen, den Jahreszeiten entsprechende Dekorationen sind für sie eine Selbstverständlichkeit. In der Bistro-Stube kann man unkompliziert etwas trinken, in der Seeblick-Stube gemütlich essen. Am späteren Nachmittag oder Abend lädt die Lounge zum Apéro. Letztere ist auch im Winter offen. «Dann sind die Sessel mit Fellen und Wolldecken bestückt.» Und wer möchte, kann sich draussen Fondue servieren lassen.