Zuchwil
Im renovierten Canva Club kann man sich wie ein Film-Regisseur fühlen

Canva Club öffnet heute Abend wieder seine Tore. Im neu umgebauten Kinosaal kommt das Publikum in den Genuss der Schweizer Vorpremiere von «Dead fucking last».

Fränzi Rütti-Saner
Drucken
Teilen
Kino Canva Club in Zuchwil.

Kino Canva Club in Zuchwil.

AZ

Vor drei Monaten sah es im Kino Canva Club in Zuchwil gar nicht gut aus. Ein Wasserschaden zerstörte den Kinosaal im Erdgeschoss, alles musste rausgerissen werden und der Boden während Wochen aufwändig getrocknet werden. «Ich denke gar nicht mehr gerne daran zurück», sagt Canva-Besitzerin Pinia Frey.

Doch jetzt, nach dem verheerenden Ereignis, soll alles wieder schön werden. Noch sind zwar die Handwerker daran, letzte Handgriffe am neuen Saal mit den 100 corall-farbenen Kinosessel zu setzen. Die Zeit drängt, denn heute Abend soll alles bereit sein, für die Schweizer Vorpremiere von «Dead fucking last».

Glücklicherweise hat sich die Renovation des Club «nur» auf den Zuschauerbereich konzentrieren müssen. «Die Digitalisierung der Projektionsanlage haben wir bereits vor einem Jahr durchgeführt», sagt die Kinobetreiberin.

Kinosessel mit Regisseur-Namen

Seit 1990 existiert der Canva Club im Kino Canva in Zuchwil. Hier werden vorwiegend Arthouse-Filme gezeigt. Diese Spielstätte wurde vom Publikum auch wegen der unkonventionellen «Bestuhlung» mit gemütlichen Sofas sehr geschätzt. «Eigentliche Sofas gibt es jetzt nicht mehr, aber Zweiplätzer-Sitze von modernem ergonomischen Konfort», freut sich Frey.

Und eine weitere Besonderheit gibt es im Canva Club: Hier sitzt man als Zuschauer auf dem Sessel eines der hundert wichtigsten Regisseure der Filmgeschichte. Jeder Sessel trägt nämlich den Namen eines der Grossen der Zunft. Dies sei die Idee ihres Sohnes Jan de Boer gewesen, ist von Pinia Frey zu erfahren.

Als Kinobesitzer müsse man einfach eine Leidenschaft für den Film besitzen, sagt sie weiter. «Wenn dann Filme wie «More than Honey» völlig unerwartet zu Publikumserfolg werden, ist das einfach das Schönste, was passieren kann.»

Diese Solothurner mischen im Film mit: Uwe Lützen und Mike Müller
12 Bilder
Er spielt mit: Der Oltner Mike Müller in einer Szene von «Dead Fucking Last»
Er hat das Drehbuch zum Film geschrieben: Uwe Lützen.
So sieht das Filmplakat aus
Szenen aus dem Film
«Dead Fucking Last»
«Dead Fucking Last»
«Dead Fucking Last»
«Dead Fucking Last»
«Dead Fucking Last»
«Dead Fucking Last»
«Dead Fucking Last»

Diese Solothurner mischen im Film mit: Uwe Lützen und Mike Müller

zvg/Film Coopi

Nun wird sich heute Abend bei «Dead fucking last», sicher wieder eine grosse Freude bei Pina Frey, ihrem Mann Dirk de Boer und Sohn Jan de Boer einstellen, denn Fachleute sagen dem neuen Schweizer Film um eine Zürcher Velokurier-Truppe, deren Geschichte auf einem Drehbuch des Solothurners Uwe Lützen basiert, viel Publikum voraus.

«Es freut uns natürlich, dass wir gerade diesen Streifen, zu dem wir auch spezielle Gäste aus dem Film erwarten, zur Eröffnung unseren neuen Kinosaales zeigen können», ist Pinia Frey begeistert.