Vernetzung
Im Mittleren Leberberg ist das Vernetzungsprojekt erst gerade angelaufen

Als eines der letzten Vernetzungsgebiete mit Trägerschaften der Repla Espace Solothurn und Repla Grenchen-Büren wurde das Projekt im Mittleren Leberberg gestartet. Es besteht aus den Gemeinden Langendorf, Lommiswil, Oberdorf und Rüttenen.

Rahel Meier
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Der Galmisbach auf der Höhe des Fussballplatzes.rm

Der Galmisbach auf der Höhe des Fussballplatzes.rm

Der Projektperimeter umfasst total 782 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche, die fünf definierten Massnahmengebiete weisen eine Fläche von 746 Hektaren auf. Innerhalb dieser Flächen soll der Anteil der vernetzten Ökoflächen zwischen 8 und 17,5 Prozent liegen. Im Durchschnitt soll der Anteil der Vernetzungsflächen in den Massnahmengebieten von heute 9,3 auf 10 Prozent; der Anteil der ökologisch wertvollen Flächen von aktuell 0,7 auf 7 Prozent gesteigert werden, indem die extensiven Wiesen mit Bewirtschaftungsauflagen belegt werden.

Innerhalb des Projektperimeters sind verschiedenste kantonale Naturreservate gelegen: Unter anderem beispielsweise das Gebiet Chuchigraben-Vorberg. Aber auch verschiedene Geotope. Dazu kommen zwei Objekte, die im Inventar der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz (Karch) aufgeführt sind: Der Steinbruch St. Niklaus und das Objekt Brüggmoos (Rüttenen).

Trocken und feucht

Ganz allgemein zeichnet sich das Vernetzungsgebiet durch die südexponierte Hanglage des Jurasüdfusses aus. Mit den Dauerwiesen und Weiden bestehen insbesondere für trockenheitsliebende Tier- und Pflanzenarten geeignete Lebensräume an den relativ steilen Hängen des Jurasüdfusses. Aber auch die zahlreichen Bachläufe wie der Dürrbach, der Busletenbach, der Wildbach, das Fallerenbächli und der Galmisbach bieten Lebensräume – für die Tiere, die feuchte Lebensräume schätzen. Besonders wertvoll sind zudem die langen und gebuchteten Waldränder.

Tatsächlich besteht vom naturräumlichen Potenzial her eine gute Voraussetzung für eine mit vielen Ökoelementen ausgestattete Kulturlandschaft. Im Berggebiet um den Weissenstein kommen zudem zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten vor. Als Spezialität weist der mittlere Leberberg zudem verschiedene kleine «Hotspots» aus. Kleine Waldlichtungen im Gebiet Steingruben, Kreuzen und St. Niklaus.

Im Vernetzungsgebiet wurden verschiedenste besondere Tierarten festgestellt. So ist die Zauneidechse zu finden. Ebenso die Geburtshelferkröte und der Grünspecht. Auch Neuntöter, Goldammer und Feldlerche können beobachtet werden. Ein Brutpaar der Heidelerche lebt auf dem Weissenstein und vom Gartenrotschwanz sind es zwei bis drei Brutpaare ebenfalls auf dem Weissenstein. Auch beobachtet werden der Baum- und der Wiesenpieper. Genau diese Arten sollen mit den Massnahmen besonders gefördert werden.