Traurig sei etwa, dass von den 32 in Altreu lebenden Storchenbrutpaaren im letzten Jahr nur ein einziges Junges überlebt hat und ausgeflogen ist. Die anderen seien im nassen und kalten Frühling 2013 erfroren. In Vorjahren habe man jeweils rund 50 bis 60 junge Störche zählen können.

Erfreulich hingegen sei, dass das Infozentrum Witi trotz schlechtem und kaltem Wetter im Frühling und Herbst wiederum um die 30 000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen konnte. Dieser rege Besuch zeige die grosse Beliebtheit, der sich das Zentrum erfreuen dürfe. Für Schulklassen und Besucher habe man über hundert Führungen zu den Themen Weissstorch, Schutzzone Witi, Eidechsen und Biber durchführen können.

Ein weiterer Höhepunkt sei die auch Arche der Biodiversität gewesen, welche man nach der mia-Ausstellung unentgeltlich von Pro Natura erben konnte. Das Schiff mit den Ausstellungsvitrinen steht nun im Infozentrum Witi und ist vor allem bei Kindern sehr beliebt.

Die Arche von Pro Natura an der mia

Die Arche von Pro Natura an der mia

Das Infozentrum feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum, neu ist dieses sogar schon von Mitte April bis Mitte Oktober geöffnet. Die vielen Projekte und das umfangreiche Tätigkeitsprogramm schlagen sich auch im Budget 2014 nieder. Neben der Ausstellung mit Film über den Storchenvater Max Bloesch und die Wiederansiedlung der Störche in der Schweiz kann heuer nämlich noch eine zweite Ausstellung präsentiert werden. Die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare zeigt eine Sonderausstellung über fischfressende Vögel, welche am Gründonnerstag eröffnet wird.

Ausserdem wurden bereits letzten Samstag zwei künstliche Storchenhorste und ein Schwalbenhaus aufgestellt. Elektronische Geräte im Infozentrum werden ebenfalls ersetzt. Vizepräsident Martin Huber betonte: „Bei den höheren Investitionen handelt es sich um sinnvolle Ausgaben!" Man habe die letzten Jahre sparen können, deshalb vermöge man die roten Zahlen nun. Das Budget schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 44 000 Franken, während die Rechnung 2013 einen Ertragsüberschuss von rund 5 000 Franken verzeichnet.

„Nachdem unser Verein verschiedentlich wegen seinem politischen Engagement kritisiert wurde - vor allem in Zusammenhang mit der Pistenerweiterung des Grenchner Flugplatzes - wollen wir unsere Aktivitäten und die Art uns Weise unseres Auftretens vorerst intern diskutieren", so Huber. Auf jeden Fall wolle man die Beeinträchtigung der Schutzzone Witi nicht einfach hinnehmen und sich für deren Erhalt wehren.

Ein Präsident für die nun seit vier Jahren bestehende Vakanz wird immer noch gesucht. Man hätte zwar einen Topkandidaten gefunden, dieser sei wegen anderen Verpflichtungen aber in letzter Minute abgesprungen. Neu gewählt wurden aber zwei neue Vorstandsmitglieder: Fabian Ochsenbein von der Baudirektion Grenchen übernimmt den Platz vom Grenchner Baudirektor Claude Barbey, der von Amtes wegen im Vorstand war und nun in Pension geht.

Im Weiteren hat Urs Allemann aus Selzach, Vertreter der Landwirte, demissioniert. Für ihn rückt Matthias Reitze aus Solothurn nach, er vertritt die Repla espace Solothurn.