Der Gemeinderat hatte am Donnerstagabend seine letzte Sitzung. «Es tut uns allen weh.» Gemeindepräsidentin Barbara Hofer fiel es nicht leicht, ihre letzte Sitzung zu leiten. Lange Jahre hat sie in Horriwil politisiert, mehrere Jahre war sie im Gemeinderat. Doch jetzt ist genug. Sie und ihre Gemeinderatskollegen haben vor zehn Tagen, nach der Gemeindeversammlung, in globo und per sofort demissioniert (wir berichteten). Weil der Gemeinderat seine eigene Demission noch genehmigen musste, war das «per sofort» nicht möglich. Auch die Jungbürgerfeier nächstes Wochenende wird der Gemeinderat noch über die Bühne bringen. Aber ansonsten ist «der Schalter abgedreht», wie Christian Hess es in der Sitzung treffend formulierte.

«Ich danke euch»

Das Traktandum 2, «Demissionen», war denn auch schnell abgehandelt. Der Gemeinderat genehmigte seine Demission einstimmig und erklärte sich damit einverstanden, dass ein Sachwalter eingesetzt wird. Die Bevölkerung wird per Inserat über die weiteren Schritte informiert. Die Gemeinderatssitze werden ausgeschrieben.

Barbara Hofer bedankte sich im Anschluss an die Sitzung bei jedem einzelnen Ratsmitglied und auch dem anwesenden Ersatzmitglied persönlich. «Ohne euch hätte ich die letzten eineinhalb Jahre nicht durchgestanden», meinte sie.

Letzte Geschäfte erledigt

Die traktandierten Geschäfte im Gemeinderat wurden alle noch wie vorgesehen beraten. So wurde ein Kredit von 2100 Franken genehmigt, mit dem ein Vertrag für die Installation einer Software für die Gemeindeverwaltung unterschrieben werden kann. Die Jubla Fantasia Kriegstetten kann sich über einen Beitrag von 200 Franken freuen. Zudem wurde beschlossen, den Betrag von rund 60 Franken für einen Einsatz der Feuerwehr für die Kreisschule HOEK nicht zu verrechnen.

Erfreut nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. Dass das Spülen der Flurleitungen statt der budgetierten 70000 Franken nur 35000 Franken kostet. Ressortchef Patrick Flury machte allerdings darauf aufmerksam, dass sich der Betrag erhöhen könnte, wenn Unvorhergesehenes eintreten würde. Der Gemeinderat hat schliesslich auch den Jahresbericht 2010 des Sozialdienstes Ost zur Kenntnis genommen. Barbara Hofer machte darauf aufmerksam, dass die Sozialhilfe personalmässig am Limit sei und wohl eine Pensenerhöhung beantragt werde. Die Sozialhilfe laufe gut, wurde im Rat bemerkt. Gleichzeitig wurde aber auch bedauert, dass es mit dem Zusammenschluss anonymer geworden sei.