Limpach
Hornusserfest für 5000 Sportler und 10000 Besucher ist eröffnet

Das Warten in Limpach und bei 5‘000 Hornussern hat ein Ende. Das alle drei Jahre stattfindende Eidgenössische Hornusserfest startet am Mittwoch mit der Gabentempeleröffnung und dem Eröffnungshornussen.

Julian Perrempid
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Willkommen am Eidgenössischen Hornusserfest Limpach 2015
7 Bilder
Wer setzt sich zwischen den Einzel-Hornusser durch?
Zuschauer auf der Tribüne sehen sich das Eröffnungshornussen an.
Die Eröffnung des Gabentempels.
Musikalische Unterstützung für die Hornusser
Das Areal des Hornussenfest - mit Blick auf das Dorf Limpach
Das Areal des eidgenössischen Hornussenfest Limpach

Willkommen am Eidgenössischen Hornusserfest Limpach 2015

Hans Ulrich Mülchi

Jetzt war es lange schön und heiss, da kann es ruhig noch länger so bleiben – das denkt sich wohl Peter Vögeli, OK-Präsident des Eidgenössischen Hornusserfests, das in Limpach zum 37. Mal durchgeführt wird. Regen ist zwar gut für den Boden, aber Gift fürs Geschäft. «Finanziell würden wir bei schlechtem Wetter massiv leiden», sagt er.

Denn der Anlass hat mittlerweile eine Grösse erreicht, die nicht mehr nur mit vielen Helferinnen und Helfern bewältigt werden kann: An sieben Wettkampftagen, vor allem dieses und nächstes Wochenende, werden sich 248 Mannschaften und 5000 Hornusser gegenüberstehen, angefeuert von dem Zweifachen an Zuschauerinnen und Zuschauern – sofern das Wetter stimmt.

Vor 16 Jahren geübt

Der Aufbau der letzten Tage und Wochen lief gut, sehr gut sogar. Schwere Maschinen sind aufgefahren, haben grosse Zelte hochgezogen. Neben den 80 Hektaren Land, die in 34 trapezförmige Spielfelder (Ries) eingeteilt sind, stehen seit vorgestern auch eine Tribüne für 500 Zuschauer, drei Festhallen und 15 Zelte. Ein richtiges, kleines Hornusserdorf ist es geworden. Während des ganzen Fests packen 700 Helfer mit an, beim Aufbau auch 30 Zivilschützer. Sie zu koordinieren, fällt dem 19-köpfigen Organisationskomitee und dem Personalchef leicht. «Schliesslich sind wir ein eingespieltes Team», verrät Vögeli.

Bereits im Jahr 1999 habe die Hälfte des OKs in Limpach ein interkantonales Hornusserfest auf die Beine gestellt. Viele der damaligen Helfer hat der heutige OK-Präsident für 2015 erneut angefragt. Viele von ihnen haben sofort zugesagt.

Harzige Sponsorensuche

Noch in der Vorbereitungsphase kämpfte das Eidgenössische Hornusserfest mit einem Problem: Es mangelte an finanzkräftigen Sponsoren. Kleinere Firmen versprachen zwar rasch ihre Unterstützung, doch grosse Kaliber wie Swisscom oder die Migros sprangen frühzeitig ab. Schliesslich konnte Limpach doch noch Sponsoren wie Feldschlösschen oder Valiant für sich gewinnen.

Am Ende ist Vögeli mit der Ausbeute zufrieden, auch mit derjenigen für den Gabentempel. Diesen hat das OK am Mittwoch vor geladenen Gästen eröffnet – erstmals mit allen Mannschafts- und Einzelschlägerpreisen zusammen. «Das sah richtig toll aus», schwärmt Vögeli. Er habe sich gesagt, wenn die Schwinger den ganzen Tempel auf einmal präsentieren konnten, können das die Hornusser auch.

Krönung mit Königsstich

Obwohl die Mannschaftswettkämpfe erst am Samstag beginnen, haben sich in der Arena bereits die letztjährigen Festsieger, der Schlägerkönig vom letzten «Eidgenössischen» 2012 in Lyss, die Tabellenersten der aktuellen Meisterschaft und die besten Nachwuchshornusser der Verbände gemessen. Hochkarätig wird es in der kommenden Woche auch neben dem Platz zugehen: Neben Regierungsrat Hans-Jürg Käser und Zentralpräsident des Eidgenössischen Hornusserverbandes, Peter Widmer, wird kein Geringerer als Bundesrat Ueli Maurer dem Dorf seine Aufwartung machen. Vögeli freut sich aber ganz besonders auf einen weiteren Höhepunkt: den Königsstich des neuen eidgenössischen Schlägerkönigs. «Das ist die Krönung.» Wortwörtlich.

Bis es aber so weit ist, kann sich der OK-Präsident nach intensiven Tagen endlich etwas zurücklehnen – und letzte Arbeiten delegieren. Schliesslich habe er volles Vertrauen in seine Ressortchefs und wolle ihnen nicht zu sehr dreinreden. «Zusammen können wir fast alles bewerkstelligen. Nur schönes Wetter machen können wir nicht.»

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