Untere Emme

Hochwasserschutz-Projekt an unterer Emme gefällt

Auch unterhalb des Biberister Wehrs soll die Emme renaturalisiert werden.

Auch unterhalb des Biberister Wehrs soll die Emme renaturalisiert werden.

Die Arbeiten des Hochwasserschutz- und Revitalisierungs-Projektes Emme zwischen Biberist und Gerlafingen werden im Frühsommer 2012 beendet. Für den unteren Emme-Abschnitt liegt bereits eine Vorstudie vor. Und die kommt offensichtlich gut an.

Auf Grund der Hochwasser 2005 und 2007 arbeitet der Kanton Solothurn intensiv an der Verbesserung der Hochwassersicherheit entlang der Emme. Diesen Sommer werden die Arbeiten zwischen Biberist und Gerlafingen fertig.

Der Kanton will aber auch die Gebiete im Emme-Abschnitt unterhalb des Wehrs Biberist bis zur Einmündung in die Aare vor Überschwemmungen schützen. Gemäss einer Vorstudie soll die Emme in diesem Abschnitt auf einer Länge von 4,2 km (90 Prozent der Gesamtlänge) aufgeweitet werden. Zudem sollen die im Gewässerraum liegenden Deponien - die Bioschlammdeponie in Biberist und die beiden ehemaligen Kehrichtdeponien am Schwarzweg in Derendingen und Rüti in Zuchwil - entsorgt werden.

Ende 2011 hat der Kanton das Leitbild und die Vorstudie für ein Hochwasserschutzprojekt in eine breite Vernehmlassung gegeben.

Mehrheitlich positive Rückmeldungen

Die Antworten wurden nun ausgewertet und zeigen ein klares Bild. Die betroffenen Einwohner- und Bürgergemeinden, die Umweltverbände, der Bund und die kantonalen Fachstellen sollen mehrheitlich positiv geantwortet haben, teilt das Amt für Umweltschutz am Dienstag mit.

Alle würden die geplante Gerinneaufweitung, die Aufwertung der Flusslandschaft und die Entsorgung von drei Deponien begrüssen. «Die Projektleitung überprüft die offenen Fragen und Forderungen», heisst es in der Mitteilung. So würden Messstationen zur Überwachung des Grundwasserhaushalts eingerichtet und die Besucherlenkung durch ein spezialisiertes Büro entwickelt. Die weitere Planung wird die neuen Erkenntnisse berücksichtigen.

Zur Zeit schreibt der Kanton die weitere Planung öffentlich aus. Bis im Sommer 2013 entsteht das Vorprojekt. Die Plangenehmigung und die Volksabstimmung über den Kredit sollen 2015, der Baubeginn 2016 erfolgen. (ldu/mgt)

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