Dass es den Wasserämter Musikwettbewerb noch gibt, ist einem OK zu verdanken, das den Wettbewerb unabhängig vom Wasserämter Blasmusikverband weiterführt. Sein Antrieb ist, Kinder, Jugendliche und erwachsene Amateure musikalisch zu fördern. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Wettbewerbe ein wirkungsvolles Mittel bilden. Beurteilt wurden die Solo- und Ensemblevorträge durch die Experten Patrick Bader und Ferdinand Heiniger.

Beide hatten keine grosse Freude an einem Entscheid des OK: Dieses machte nämlich von einem Passus im Reglement Gebrauch, wonach kleine Kategorien zusammengelegt werden können. Zusammengelegt wurden jeweils die gleichen Jahrgänge.

Alle waren gut vorbereitet

Der Solowettbewerb begann mit den Jüngsten. Eröffnet wurde er durch Nadine Hapatyn auf der Querflöte. Mit ihrem «Scherzino» von Viktor Kosenko erreichte sie in den vierten Platz. Angesichts ihrer Jugend verriet ihr gelungener Vortrag nach nur zwei Jahren Unterricht einiges an Begabung. Wie sie erwiesen sich alle Teilnehmer als gut vorbereitet. Das ist durchaus ein Verdienst der Musiklehrkräfte. Die haben sich teilweise auch um die passende Begleitung auf dem Flügel oder mit einer akustischen Gitarre bemüht. Jedenfalls machte es Spass, ihre Vorträgen zu geniessen. Das gilt auch für den Auftritt von Thomas Lorenz auf dem Drumset.

Wenige Harmonievereine

Die Höchstnote des Tages erspielte sich Debora Brand aus Biberist. Die Klarinettistin ist seit einigen Jahren regelmässige Teilnehmerin. Immer wieder hat sie bezaubernde Kompositionen für ihren Soloauftritt gewählt. Dabei fühlt sie sich scheinbar in der Romantik genau so gut zurecht wie im Barock oder in der Wiener Klassik.

Im Gruppenwettbewerb setzte sich mit dem Brass-Ensemble SOL Brass Kids der Nachwuchs der Brass Band Solothurn durch. Präzise geleitet von Claudia Flury gefiel ihre «Cowboy Suite» von Alan Laken nicht nur dem Publikum, sondern auch den Experten. Angeführt von Thomas Lorenz auf dem Drumset erspielten sich ihre Kollegen von den SOL Perkussion Kids in der Kategorie Perkussion Gruppen die identische Punktzahl. Ebenfalls in den hellgrünen Shirts der Brass Band Solothurn machten sich die Subiger Oldies, ein Duo aus B-Cornet und Bariton, auf die Jagd nach vielen Punkten. Das könnte durchaus die oft gehörte Meinung, dass die Brass Band-Musikanten den Wettbewerb eher suchen als Harmoniemusikanten bestätigen. Die Wasserämter Musikvereine – alles Harmonievereine – waren bei den Ensembles jedenfalls schlecht vertreten. Diesem Eindruck hielten Heris Heisse Hölzer entgegen. Das Bläserquintett bemühte sich, mit zwei gefälligen Stücken diesen Eindruck zu widerlegen.