Drei Höfe
Heinrichswil-Winistorf und Hersiwil fusionieren

Die Stimmberechtigten der beiden Gemeinden Heinrichswil-Winistorf und Hersiwil haben Ja gesagt zur Fusion. Was 1854 auf Basis der Bundesverfassung getrennt wurde kann 158 Jahre später wieder zur Einheitsgemeinde «Drei Höfe» vereint werden.

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Der Meliorationsstein mit den drei Wappen der Gemeinden. Hier soll als Zeichen für die Fusion eine Bank hingestellt werden

Der Meliorationsstein mit den drei Wappen der Gemeinden. Hier soll als Zeichen für die Fusion eine Bank hingestellt werden

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Die Stimmberechtigten der Einheitsgemeinden Heinrichswil-Winistorf (530 Einwohner) und Hersiwil (190 Einwohner) konnten am Sonntag an der Urne darüber entscheiden, ob sie der Vereinigung der beiden Gemeinden zustimmen wollen oder nicht. Mit einer Stimmbeteiligung von 77 Prozent in Hersiwil und 62 prozent in Heinrichswil-Winistorf ist das Resultat breit abgestützt. Dass die Zustimmung in Heinrichswil-Winistorf mit 240 ja zu 12 nein sehr deutlich ausgefallen ist, konnte erwartet werden.

Erstaunlicher ist, dass auch Hersiwil der Vereinigung mit 80 Ja zu 35 Nein so klar zugestimmt hat, nachdem es die Fusion 1992 noch abgelehnt hat. Damit ist klar, dass die beiden Gemeinden nach 158 Jahren der Trennung per 1. Januar 2013 wieder zur Einheitsgemeinde «Drei Höfe» vereinigt werden können.

Gemeindepräsidenten erfreut

Die Gemeindepräsidenten der beiden Dörfer freuen sich sehr, dass dieser Schritt zusammen gemacht werden kann. Thomas Fischer, der Gemeindepräsident von Heinrichswil-Winistorf: «Ich bin hoch erfreut und danke der Bevölkerung, dass sie diesem historischen und überaus sinnvollen Schritt zur Vereinigung zugestimmt hat. Wir können nun zusammen und gestärkt die grossen Herausforderungen der kommenden Jahre anpacken.»

Rolf Gerber, Gemeindepräsident von Hersiwil, äussert sich zuversichtlich: «Durch die Vereinigung hat sich die Personalsituation entschärft. Es liegt nun an uns allen, dass es so bleibt. Auf Behördenseite müssen wir nun dafür zu sorgen, dass die beiden Gemeinden - bildlich gesehen - noch näher zusammen wachsen.»

Bereits bestehende Zusammenarbeit

Dass die Fusion zur Gemeinde Drei Höfe heute so breit abgestützt ist, dürfte auch auf die gute Arbeit des 15 köpfigen Projektteams zurückzuführen sein. Dieses hat seit Dezember 2010 mit viel persönlichem Einsatz am Thema „Vereinigung" gearbeitet und die Vor- und Nachteile derselben der Bevölkerung transparent und offen aufgezeigt.

Durch die langjährige Partnerschaft der beiden Gemeinden sind bereits viele Aufgaben wie Bildung, Soziales, Wasserversorgung, Abwasser, Umweltschutz, Feuerwehr, Vereine, etc. zusammen organisiert. Der Schritt zur Vereinigung ist also nicht mehr so gross und kann nun mit der deutlichen Zustimmung der Bevölkerung per 1. Januar 2013 vollzogen werden. (mgt)