Dornach

Heimatliche Bilder kommen ans Licht

«Steinbruch bei Laufen» von Alfred Glauser (1908–2000). Fotos: zvg

«Steinbruch bei Laufen» von Alfred Glauser (1908–2000). Fotos: zvg

Das Heimatmuseum Schwarzbubenland zeigt in der Ausstellung «Vom Dunkel ans Licht – Bilder aus dem Depot des Museums» bekannte und unbekannte Künstler des Schwarzbubenlandes.

Seit der letzten Bilderausstellung im Heimatmuseum liegen schon fast zehn Jahre zurück. Der Raum eignet sich nur bedingt für die Präsentation von zweidimensionalen Werken, da die Wände bereits von Exponaten besetzt sind. Zudem ist die Kunstsammlung des Heimatmuseums weder organisch gewachsen noch systematisch aufgebaut worden. Viele Werke kamen eher zufällig in den Besitz der Stiftung; viele wurden ihr von regionalen Künstlern im Nachgang zu Ausstellungen geschenkt.

Einen Kern der Sammlung bildet das grosszügige Legat des 1979 verstorbenen Otto Kaiser. Er war langjähriger Spiritus Rector und Kustos des Museums. Die jetzt gezeigte Ausstellung ist nebst anderem ein Spiegel der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Landschaft des Schwarzbubenlandes und des Laufentals. Neben Ölgemälden werden Zeichnungen, Aquarelle, Linol- und Holzschnitte gezeigt.

Regionale und Internationale

Insgesamt sind drei Künstlerinnen und 29 Künstler in der Sammlung vertreten. Am bekanntesten dürfte der Maler August Cueni aus Zwingen sein, der schon von Dichter Albin Fringeli gewürdigt wurde. Weitere regionale Maler sind Severin Borer aus Büsserach (1924–2010), Johann Kessler aus Breitenbach (1893–1972) oder Alois Kron aus Ettingen (1913–2004).

Besonders interessant sind auch die Werke der künstlerisch tätigen Frauen. Die in Arlesheim 1970 mit 93 Jahren verstorbene Maria Strakosch-Giesler war in Wien zusammen mit Klee, Chagall und Kandinsky in einer Gruppenausstellung vertreten. Der Malerin Rosa Wiggli-Klein aus Olten war 1993 im Kunstmuseum Solothurn eine viel beachtete Gedächtnisausstellung gewidmet. So führt die Ausstellung in Dornach die Lebensspuren ganz unterschiedlicher Menschen zusammen, wobei die regionale Landschaft als
Motivgeber den gemeinsamen Nenner bildet.

Erläuternder Katalog

Es ist wichtig, dass archivierte Kunstwerke hin und wieder dem tristen Dasein der Dunkelheit entrissen und in einer Ausstellung gezeigt werden. Die Hängung wird in der Ausstellung strikt alphabetisch vorgenommen. Auf eine künstlerische Wertung wird verzichtet. Im Katalog zur Ausstellung werden 25 Künstler vorgestellt. Es lohnt sich, die sorgfältig gestaltete und informative Broschüre des Kurators Hans Voegtli zu beachten. Organisiert wurde die Ausstellung durch die Stiftung Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach.

«Vom Dunkel ans Licht – Bilder aus dem Depot des Museums», Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach. Bis 21. August 2016. Öffnungszeiten: Mi 18–20 Uhr und So 15–17 Uhr. Finissage: 21. August, 17 Uhr.

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