Ein Frühlingskonzert und ein Theater liessen einen Abend lang Spass und Unterhaltung erwarten. Deshalb war die Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz besetzt. Dennoch zeigte sich die Musikgesellschaft Flumenthal vom Publikumsaufmarsch trotz Eishockey-WM und Song Contest etwas überrascht. Eingestimmt auf den Abend hat eine Gastformation aus Niederösterreich. Die Bohemian Brass Band Gentlemen.m.u.s.i. sorgte für Unterhaltung am Vorabend. Es ist ein Blechbläserensemble des Musikvereins Schottwien mit dem die MG Flumenthal seit Jahren befreundet ist. Die verwendeten Instrumente rücken die Acht trotz ihres Namens klanglich und stilistisch in den Begriff Blaskapelle.

Den eigentlichen Konzertabend durfte die Piano Band eröffnen. Unter Nathalie Stampfli schnupperte der jüngste Nachwuchs auf Block- und Querflöten erstmals Bühnenluft. Abgelöst hat sie die Forte Band.

Der Nachwuchs der Musikgesellschaft trat letztmals unter der Leitung von Luca Portmann auf. Etwa mit John Fogerty’s «Proud Mary» und «We are the World» von Michael Jackson und Lionel Richie zeigte die Gruppe ihre Spielfreude. Diese zu fördern, ist ein Anliegen der MG Flumenthal. Der Lohn dafür sind die Gesichter junger Musikanten, die dann neben Cracks im Kollektiv sassen.

Die Musikgesellschaft unter Bruno Trottmann eröffnete ihr Konzert mit dem Konzertmarsch «Glück auf» von Johan Wichers. Mit Jacob de Haans «Ross Roy» lieferte sie den fast obligatorischen konzertanten Konzertteil ab. Über einem schlanken Bass und ausgeglichenen Mittelstimmen kamen die den Saxofonen zugeordneten Läufe zusammen mit dem Piccolo besonders gut zur Geltung. Gut gefallen hat das Kraeydonck-Arrangement von «The Loco-Motion» das Gerry Goffin und Carole King 1962 schrieben. Hier konnte sich das kleine Blech schon mal zeigen. Es erhielt in «Romantic Dreams for Trumpet» von Peter Papert sogar einen Paradeauftritt. In die gleiche Richtung, wenn auch anderem Stil, ging das Eufonium-Duett von Christian Tschumi und Andreas Wyss. Mit «Zwei lustige Vagabunden» von Franz Watz lieferten sie gefühlvoll begleitet vom Verein ein weiteres Glanzlicht. Besser als «Angels» schien offensichtlich der Song von Jeff Christie aus dem Jahr 1969 bei der MG angekommen zu sein.

Als die MG als Zugabe ihre «Kuschel-Polka» nochmals anspielte, rannten die Bohemians aus dem Saal, holten die Instrumente. Zur Freude des Publikums stürmten sie auf die Bühne, um im Verbund mit der MG das Stück fertig zu spielen. Die amüsante Theateraufführung «S Rösli übernimmt s Kommando» – notabene auch mit eigenen Leuten – sorgte für weiteres Vergnügen. Ein Lob hat sich das ganze Ensemble verdient. Für eine toll gemeisterte, anspruchsvolle Rolle verdient jedoch Patricia Portmann besonders viel davon.