Hatte die Mutter Komplizinnen?
Vater und Sohn wiedervereint: Vermisster Bub aus dem Schwarzbubenland in Bayern wiedergefunden

Nach knapp sechs Wochen ist der mit der Mutter abgetauchte Jonathan aus Hofstetten im Solothurner Schwarzbubenland in Deutschland gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eingeleitet.

Online-Redaktion
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Happy End: Der 5-jährige Jonathan ist wieder bei seinem Vater.

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Am Dienstagmorgen hat die Kriminalpolizei von Passau den als vermisst gemeldeten Jonathan aus Hofstetten SO zusammen mit seiner Mutter in Deutschland aufgespürt. Der Fünfjährige galt seit den Herbstferien als vermisst. Der Vater hatte sich in seiner Verzweiflung Anfang November an die Medien gewandt.

Die Polizei hat den Jungen mittlerweile zu seinem Vater zurückgebracht, er ist nun wieder in der Schweiz. Die Mutter ist wieder auf freiem Fuss. Sie müsse für Einvernahmen aber der Polizei zur Verfügung stehen. Cony Brand von der Solothurner Staatsanwaltschaft erklärt: «Die Staatsanwaltschaft führt aktuell eine Strafuntersuchung gegen die Mutter des Buben wegen Entzug von Minderjährigen und wegen Entführung.»

Hatte die Mutter zwei Komplizinnen?

Zudem seien zwei weitere Personen in der Schweiz festgenommen worden, so Brand weiter. «Die beiden werden verdächtigt der Mutter geholfen zu haben. Es handelt sich dabei um eine 44-jährige Schweizerin und eine 47-jährige Italienerin.»

Die Polizei fand den fünfjährigen Jonathan am Dienstagmorgen in Deutschland.

Die Polizei fand den fünfjährigen Jonathan am Dienstagmorgen in Deutschland.

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Jonathan verbrachte die Herbstferien bei seiner Mutter, seit dann fehlte von beiden jede Spur. Am Mittwoch, 13. Oktober, hätte Matthias Schmid seinen Sohn abholen sollen, es war allerdings niemand zu Hause. Fast sechs Wochen hoffte der Vater vergeblich auf ein Zeichen seines Sohnes. Nun kann er endlich aufatmen.

Am Mittwochmorgen teilt auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn mit, dass der 5-Jährige wieder in die Obhut des Vaters übergeben worden sei. Zuvor habe der Junge «dank umfangreicher und aufwendiger» Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden des Kantons Solothurn in Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden unversehrt bei der Mutter aufgefunden werden können.

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