Um das «Kreuz» ist ein hartes Ringen in Gange. Der aktuelle Pächter Kurt Lamparter hat heute definitiv die Schlüssel abgegeben. Schon seit einiger Zeit war das Restaurant geschlossen. Lamparter öffnete das Haus einzig noch für Kochanlässe oder Bankette.

Die Federführung beim Verkauf hat eine Arbeitsgruppe, geführt von Gemeinderat Guido Frenzer. Allerdings besteht die Arbeitsgruppe schon seit zwei Jahren. Der Wunsch der ausserordentlichen Gemeindeversammlung Anfang dieses Jahres war es, dass in erster Priorität ein Käufer gesucht werden soll, der den ganzen Restaurationsbetrieb aufrechterhält.

Dieser Wunsch hat sich bislang als zu grosse Hürde erwiesen. Als Verkaufspreis wurde damals vom Gemeinderat ein Betrag von 1,59 Mio. Franken genannt. In der Zwischenzeit wurde das Land nördlich des Restaurants der Bürgergemeinde verkauft. Damit hat sich der Verkaufspreis erheblich gesenkt. «Diverse Kaufinteressenten haben das Restaurant besichtigt und waren von der Infrastruktur sehr begeistert», sagt Guido Frenzer. «Aber wenn es dann um einen von der Bank bestätigten Finanzierungsplan geht, lösen sich die Absichten der Interessenten in Luft auf.»

«Schwierige Verhandlungen»

Aktuell konzentriert sich die Arbeitsgruppe auf Verhandlungen mit zwei Interessenten. Die Verhandlungen zögern sich aber immer hinaus, weil auch hier noch keine Finanzierungen vorliegen. «Die gestellte Frist von 48 Stunden lief gestern bei einem Interessenten ab. Wir wurden auch kontaktiert, aber die Finanzen sind nach wie vor nicht geregelt», berichtet Guido Frenzer.

Einer der beiden Interessenten, Pächter eines Traditionsbetriebes in der Region, ist momentan nicht gut auf die Verhandlungspartner zu sprechen. «Es ist unglaublich schwierig, mit einer Gemeinde zu verhandeln», so der Interessent, der namentlich nicht genannt werden will. Auf dem freien Markt hätte er schon lange das Handtuch geworfen. Noch sei ihm der Kaufpreis zu hoch. «Ich habe es angeschaut, und da ist nicht alles so modern, wie es der Preis vermuten lässt.»

Es wird sich weisen, ob der Verhandlungspoker am Ende zu einer Lösung führt oder nicht. Die Arbeitsgruppe steht aber auch in Kontakt mit einem «ganz anderen» Interessenten, der noch ein Angebot unterbreiten will. Verlaufen alle Verhandlungen im Sande, will die Arbeitsgruppe sich nochmals ein halbes Jahr geben, um das «Kreuz», wie vom Souverän gewünscht, zu veräussern. «Wenn dies nicht möglich ist, muss sich die Gemeinde überlegen, den Restaurationsbetrieb aufzulösen und das Haus einer anderen Nutzung zuzuführen.» Aber es ist deutlich spürbar, dass die Arbeitsgruppe diese Lösung nicht anstrebt.