Die Gegner der Mobilfunkanlage in Lommiswil begründeten ihre Beschwerde vor allem mit drei Argumenten: Die Anlagegrenzwerte der NIS-Verordnung (nichtionisierende Strahlung) würden überschritten und auch die Richtfunkanlage überschreite die Immissionsgrenzwerte. Zudem beeinträchtige die Mobilfunkanlage das Orts- und Strassenbild an der «Eingangspforte» des Dorfes und sei nicht zonenkonform.

Nachträglich wurde ein weiteres Argument eingebracht, nämlich dasjenige, dass ein Teilstück des Grundstückes, auf welchem die Mobilfunkantenne zu stehen kommen soll, als Bauland gekauft werden könne. In diesem Fall könnte der Anlagegrenzwert definitiv nicht mehr eingehalten werden.

«Der Mast fällt kaum auf»

Das Verwaltungsgericht hatte sich Ende April zu einem Augenschein nach Lommiswil bemüht. In seinem Urteil schreibt es nun «das Ortsbild wird zudem durch das unschöne ehemalige Coop-Gebäude beeinträchtigt. Die Mobilfunkanlage zwischen den Fahnenmasten fällt dabei wenig auf.»

Auch das Steinkreuz, das an dieser Ecke steht, gehe neben dem Wegweiser mit gelbem Briefkasten der Post unter. Das Steinkreuz sei «nur zu erkennen, wenn man weiss, wo es steht». Das Ortsbild des Ortskerns wird laut Verwaltungsgerichtsurteil nicht gestört, die Mobilfunkantenne mit nur 14 Metern Höhe und die Richtfunkantenne seien zonenkonform.

Personen und Gebäude nicht tangiert

Für das Verwaltungsgericht ist ausserdem klar, dass das Grundstück, auf das die Mobilfunkanlage zu stehen kommen soll, nicht abparzelliert und überbaut werden kann. Denn in diesem Fall würde das Lommiswiler Zonenreglement verletzt, das eine Grünflächenziffer von 40 Prozent verlange. Laut den Eigentümern bestehe auch keine solche Absicht. Das Grundstück sei deshalb als überbautes Grundstück mit einer Nutzungsreserve zu betrachten. Die NIS-Anlagengrenzwerte seien eingehalten.

Auch die Richtfunkanlage verletze die Vorschriften nicht. Personen könnten sich nicht im Strahlungsbereich aufhalten. Auch Gebäude würden nicht tangiert. Allerdings hält das Gericht fest, dass Orange im Baugesuch die Strahlungsrichtung falsch angegeben habe. Gegen den Entscheid kann beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden.