Gemeindefusion
Halten, Oekingen und Kriegstetten reden wieder über Gemeindefusion

Die Fusion der drei Wasserämter Gemeinden Halten, Oekingen und Kriegstetten (Hoek) ist seit Jahren ein Thema. Jetzt beschlossen die drei Hoek-Gemeindepräsidenten einen gemeinsamen Infoabend für interessierte Gemeinderäte.

Bruno Utz
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Eduard Gerber (CVP), Gemeindepräsident von Halten, unterstützt die Fusion

Eduard Gerber (CVP), Gemeindepräsident von Halten, unterstützt die Fusion

Felix Gerber

Er sei auf jeden Fall für eine Fusion, sagt Eduard Gerber, Gemeindepräsident von Halten: «Wir arbeiten bereits so eng zusammen, dass noch mehr Zusammenarbeit nur mit einer Fusion möglich ist.» Ein Vorteil wären auch längere Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung. Die derzeit «halben» Öffnungszeiten seien nicht im Interesse der Bevölkerung.

«Fusioniert hätten wir zudem mehr Gewicht. Unsere Stimme würde wahrgenommen, und das sowohl vom Kanton als auch in der Region», sagt Gerber. Er stehe voll und ganz für eine Fusion ein. Die Haltung des Gesamtgemeinderates sei jedoch noch nicht geklärt.

«Oekingen hat keine Probleme»

«Wir sind offen für die Zusammenarbeit. Aber für eine Fusion besteht überhaupt kein Druck», räumt Marcel Linder ambivalente Gefühle ein. Ob er am Infoabend persönlich teilnehmen wird, wisse er noch nicht, sagt der Gemeindepräsident von Oekingen. In seiner Gemeinde funktioniere alles gut.

«Wir haben keine Probleme», betont Linder. «Vielleicht auch deswegen, weil wir keine Parteien im Dorf haben», sagt der frühere Präsident der FDP Oekingen. «Ob es noch besser funktioniert, wenn die neue Gemeinde 3000 Einwohner hat?» Es wäre falsch, wenn aus dreimal wenig Problemen plötzlich ein grosses Problem entstünde, macht Linder aus seiner Skepsis kein Geheimnis. An einer Umfrage vor einigen Jahren habe sich keine einzige Person aus Oekingen beteiligt.

«Eine Fusion muss in den Köpfen reifen»

Kriegstetten sei offen für jede Diskussion, sagt Gemeindepräsident Peter Siegenthaler. «Eine Gemeindefusion muss aber in den Köpfen reifen. Mit dem Hammer geht es nicht.» Er sehe aber keine Stolpersteine, sagt Siegenthaler.
Ob sie nächstes Jahr erneut fürs Gemeindepräsidium kandidieren, lassen Siegenthaler (63) und Linder (53) offen. Er habe noch andere Hobbys, erklärt Siegenthaler. «Ich gehe davon aus», meldet hingegen der 70-jährige Eduard Gerber sein Interesse an. «Halten hat den ‹billigsten› Gemeindepräsident im ganzen Wasseramt. Für mich muss die Gemeinde nicht einmal AHV bezahlen.»