Der Voranschlag, den Gemeinderat Peter Wüthrich und Finanzverwalterin Annelise Schütz dem Gemeinderat am Donnerstag vorstellten, weist einen Aufwandüberschuss von 243 000 Franken auf. In ihrem Schreiben zum Voranschlag führt die Finanzkommission aus, dass das Ergebnis, welches im Vergleich zu den Budgets der Vorjahre schlechter ausfällt, in erste Linie auf rückläufige kantonale Beiträge zurückzuführen sei.

So erhält Recherswil weniger Subventionen in der Lehrerbesoldung und wird aufgrund der Änderungen im Finanzausgleich mindestens mit Mindereinnahmen rechnen müssen. Mit dem neuen Finanzausgleich erhält Recherswil nach den Informationen der Finanzkommission noch 265 200 Franken (statt bisher rund 502 200). Dies aufgrund hoher Steuererträge in den Jahren 2011 und 2012. Sollte der neue Finanzausgleich Ende November jedoch abgelehnt werden, so werde Recherswil zur zahlenden Gemeinde und müsse künftig 64 300 Franken aufwenden.

Das Budget würde in diesem Fall mit einem Aufwandüberschuss von über 570 000 Franken schliessen. Die Finanzkommission sowie der Gemeinderat hielten es aber einstimmig für vertretbar, den Steuerfuss bei aktuell 120 Prozent zu belassen.

Investitionen von einer Million

An der Investitionsrechnung konnte der Gemeinderat nicht mehr viel rütteln. Gerade mal zwei Posten konnten verschoben werden, womit die Nettoinvestitionen knapp unter eine Million Franken rutschen. Den grössten Teil der Kosten machen Sanierungen von Wasserleitungen, das Dorfzentrum sowie der Ersatz der EDV-Software in der Gemeindeverwaltung aus. Der Ersatz der Heizung in der Schulanlage wird wiederum um ein Jahr verschoben, womit Kosten von 150 000 Franken gespart werden.

Ausschlaggebend für diesen Entscheid war die laufende Schulraumplanung. Die Kapazität der Heizung könne erst abgeschätzt werden, wenn klar sei, wie viel Raum beheizt werden muss, waren sich die Räte einig. Gemeinderat Daniel Murer wies zudem darauf hin, dass im Notfall – sollte die Heizung im Winter ihren Dienst versagen – eine mobile Heizung gemietet werden könne.

Heizung nein, neue Fenster ja

Trotz (noch) funktionierender Heizung friert derzeit die Schulleitung. Ursache dafür sind undichte Fenster, wie Christian Erzer erklärte. Der Gemeinderat hat sich daher dafür ausgesprochen, diese möglichst noch in diesem Jahr ersetzen zu lassen.

Die Zusammenarbeit mit dem Turnverein in Sachen Unterhalt der Dorfbäche wird per Ende Jahr beendet. Seit 2012 ist der Turnverein für die Arbeiten zuständig. In diesem Jahr seien diese aber zu spät erledigt worden, was zu Unmut in der Umwelt- und Liegenschaftskommission geführt hat, so Erzer. Der Turnverein habe zudem Mühe bekundet, genügend Helfer zu finden.

Weiter hat der Gemeinderat beschlossen, dass Recherswil auch künftig sportlich unterwegs sein soll. Die Motivation im Dorf scheint gross zu sein, auch 2015 wieder am Gemeindeduell schweiz.bewegt teilzunehmen. Wie Hardy Jäggi berichtete, hätten sich bereits diverse Vereine zum Mitmachten bereit erklärt und drei Personen für das OK gefunden.