Was Meltingen derzeit erlebt, blühte bis vor einigen Wochen auch einem anderen Thiersteiner Dörfchen. Der 500-Seelen-Ortschaft Grindel drohte eine Zwangsverwaltung durch den Kanton Solothurn.
Grund dafür war der Unwille der Grindlerinnen und Grindler, sich für den Gemeinderat zur Verfügung zu stellen. Auf das Ende der Legislatur hatte die gesamte bisherige Dorfexekutive demissioniert. Die Suche nach Nachfolgern gestaltete sich äusserst schwierig. Für die erste Wahlausschreibung ging lediglich ein Wahlvorschlag ein.
Anfang Mai organisierte der noch aktuelle Gemeinderat deshalb eine Informationsveranstaltung, an der es unter anderem darum ging, Einwohnerinnen und Einwohner zu einer Mitarbeit im Gemeinderat zu motivieren. Und siehe da: Viele Anwesende zeigten sich interessiert daran, künftig die Politik der Schwarzbuben-Gemeinde mitzugestalten.
Stille Wahlen für Gemeinderat
In der Zwischenzeit wurden Agatha Borer-Laffer und Marc Maurer (beide Pro Grindel) sowie Jean-Claude Borer, Nadine Borer und Peter Hoferer (alle drei Vereinigtes Grindel) in stiller Wahl für den Grindler Gemeinderat gewählt. Damit sind in der neuen Amtsperiode, welche am 1. Oktober beginnt, sämtliche fünf Ressorts besetzt.
Nach vier Jahren als Gemeindepräsidentin nimmt auch Ursula Borer ihren Hut. Allfällige Gemeindepräsidentenwahlen finden am 24. September statt – die Eingabefrist für Kandidaturen endet am 21. August. (HOF)