Luterbach

Golfclub Wylihof: «Wir haben das Storchennest nicht zerstört»

Das Storchennest stürzte in der Nacht auf Mittwoch ab. Zwei Störche starben.

Das Storchennest stürzte in der Nacht auf Mittwoch ab. Zwei Störche starben.

Ein aufmerksamer az-Leser hat festgestellt, dass das Storchennest auf dem Golfclub Wylihof nicht mehr an seinem Platz ist. Der Golfclub fühlt sich dadurch indirekt beschuldigt, das Nest zerstört zu haben. Es sei aber von alleine abgestürzt.

«WARUM in Gottesnamen musste das Storchennest samt der Störchen auf dem alten Kamin beim Golfclub Wylihof in Luterbach weichen? Es waren Jungstörche im Nest. Eine Schande!!! Und für die Landschaft ein Verlust!» Dieses SMS eines aufgebrachten Lesers in der heutigen Ausgabe der az Solothurner Zeitung sorgt für Aufregung. Der Golfclub Wylihof fühlt sich dadurch «indirekt beschuldigt, das Storchennest auf dem Dach zerstört zu haben». Dabei sei dieses in der Nacht auf Mittwoch abgestürzt, betont das Sekretariats-Team in einem E-Mail an die az.

Der Geschäftsführer selbst habe am Mittwochmorgen die traurige Entdeckung gemacht. «Die Vogelwarte Sempach, die wir umgehend informierten, leitete uns an Storch Schweiz weiter. Dort sagte man uns, dass wir leider nichts unternehmen könnten, um den Störchen zu helfen. Sie sagten uns auch, dass wir die Reste des Nestes vom Dach holen müssten, da dieser Teil sonst bestimmt auch herunterfallen würde.»

Zwei tote Störche

Weil auch ein Teil des Daches in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste ein Dachdecker engagiert werden. Dieser sei wenige Stunden später eingetroffen, um das Dach zu flicken. Dabei  habe er dann zwei tote Tiere unter den Teilen des Nestes gefunden: ein Jungtier und einen der ausgewachsenen Störche.

«Das hat uns sehr leid getan», sagt Katrin Jeker, stellvertretende Geschäftsführerin, auf Anfrage der az. «Uns liegen die Tiere sehr am Herzen.» Der Wylihof sei sehr stolz auf die Pflanzenvielfalt und die tierischen Anwohner. «Wir würden nie so etwas Schlimmes tun.» Deshalb ist Jeker auch so irritiert, dass der SMS-Schreiber so schnell zu einem Urteil gekommen ist und nicht beim Golfclub nachgefragt habe.

Wegen der abgedruckten SMS hätten sich heute schon zahlreiche Mitglieder gemeldet. «Wir bekamen schon viele Reaktionen», so Jeker.

Die Mitglieder und Mitarbeiter des Golfclub Wylihof hoffen nun, dass sich die anderen Störche neu einnisten werden und sich schon bald wieder wohlfühlen.

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