Zuchwil
Gleichzeitig Sonne und Musik: Bezirks-Musiktag lockte Besucher nach Zuchwil

18 Gastformationen und insgesamt 700 Köpfe präsentierten sich am Sonntag in Zuchwil am Musiktag der beiden Berzirksverbände Wasseramt sowie Bucheggberg und Umgebung.

Hans Blaser
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Die Blasmusik Zuchwil bläst zum Empfang
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Begrüssungsfanfaren der Blasmusik Zuchwil
Die MG Wenig beim Expertisenkonzert
Bezirks-Musiktag Bucheggberg-Wasseramt in Zuchwil
Gesamtchor Klarinetten
Frauenpower beim Gesamtchor
Gesamtchor Posaunenregister
Gesamtchor Euphonium-Register
Gesamtchor Trompeten
MV Harmonie Gerlafingen auf der Paradestrecke
MG Derendingen auf der Paradestrecke
MG Recherswil auf der Paradestrecke
MG Luterbach und MG Obergerlafingen marschierten gemeinsam

Die Blasmusik Zuchwil bläst zum Empfang

Hans Blaser

Einen durchaus geeigneten, aber doch eher ungewöhnlichen Platz hat sich die Blasmusik Zuchwil (BMZ) für den sonntäglichen Empfang der Musikvereine ausgesucht. Sie führte den Musiktag der beiden Bezirksverbände Wasseramt einerseits und Bucheggberg und Umgebung andererseits durch. In der Eishalle empfing die BMZ die in kurzen Abständen einmarschierenden Vereine mit klingendem Spiel.

Aufgestellt in Registern bildete das über 700 Köpfe zählende Halbrund einen eindrücklichen Klangkörper. Der liess unter der Leitung von Festdirigent Bruno Eggimann die Gesamtchorstücke zu einem Erlebnis werden. Dabei wurde selbst das nicht gerade spektakuläre „Grazie, Merci, Danke" zum echten Genuss. Der eisgrüne Hallenboden bot auch für die Zeremonie der Standartenübergabe einen ungewohnten aber doch angenehmen Untergrund. Bei dieser gab die MG Obergerlafingen als letztjähriger Organisator die Bezirksstandarte in die Obhut der Blasmusik Zuchwil.

Schatten war begehrt

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Sporthalle folgte mit der Marschmusik der musikalische Höhepunkt des Sonntags. Bedenken, dass sie durch die nahe am Siedlungsrand liegende Marschstrecke ohne Publikum stattfinden könnte zerschlugen sich schon vor dem Start. Insbesondere im Schatten der Bäume stand das Publikum dicht. Viele Unentwegte genossen jedoch über zwei Stunden lang Sonne und Musik gleichzeitig. Die 18 Gastformationen wurden in zwei quer durch die Verbände verlaufende Felder aufgeteilt.

Beide dislozierten in je einem Block mit Gesamtmarschmusik zum Startplatz der Marschkonkurrenz. Das ist ein schwierigeres Unterfangen als man denkt und gelingt nicht immer. Diesmal gab es sogar einen direkten Vergleich der deutlich zu Gunsten von Block zwei ausfiel. Solche Riesenformationen waren auch für die vier Experten die anschliessend die einzelnen Vereine entweder musikalisch oder militärisch bewerteten ein Hingucker. Die Parade der einzelnen Vereinskorps begann traditionsgemäss der Gastgeber. Am Ende hatte man wirklich den Eindruck, dass alle Formationen nicht nur die Musik, sondern auch das Marschieren geübt haben.

Bestreben nach Bestleistungen

Für die Ehrung der Veteranen verzog man sich wieder in die Sporthalle, die als Festhalle diente. Die Ehrung der Veteranen wurde vom Vizepräsident des Solothurner Blasmusikverbandes Christian Röthlisberger vorgenommen.
Aus musikalischer Sicht standen die Höhepunkt schon am Samstag auf dem Programm. Dabei erhielten die Vereine im Vorfeld die Möglichkeit sich für ein Expertisenkonzert oder der Beteiligung am Unterhaltungswettbewerb zu entscheiden. In der Halle im Schulhaus Unterfeld genoss erstaunlich viel Publikum die Expertisenkonzerte. Unter den elf Formationen fand mit der Windband Biberist auch eine Jugendmusik Gastrecht.

Elf unterschiedliche Konzertvorträge spiegelten zwar ein unterschiedliches Niveau aber gleichzeitig ein einheitliches Bestreben nach Bestleistung. Zur Freude des Publikums zeigte sich beides bei gefälligen Kompositionen. Leider ergab sich eine zeitliche Überschneidung mit dem Unterhaltungswettbewerb in der Sporthalle. Der wurde von sieben Formationen bestritten. Dabei werden die Vorträge je durch eine Fach- und Publikumsjury bewertet. Aus ihren internen Rangpunkten wird eine Gesamtpunkt zahl errechnet. Schliesslich stand mit der MG Oberwil ein Berner Verein der Bucheggberger und gleichzeitig einzige Brass Band des Musiktages als Sieger fest.

Mit dieser beneidenswerten Infrastruktur wäre man in Zuchwil auch für schlechtes Wetter bestens vorbereitet gewesen. Trotzdem war man über das Wetter höchst zufrieden.