«Ich darf sagen, dass wir eine gute Ausstellung auf die Beine gestellt haben. Wir hatten viel Publikum, trotz der Grösse mit 72 Ausstellern war der Anlass noch familiär und das wird geschätzt». Diese Bilanz zog OK-Präsident Daniel Hefti.

Am Donnerstag seien die Gewerbler förmlich überrannt worden. «Zuerst hatten wir die Eröffnung mit den geladenen Gästen, dann den Seniorennachmittag und am Abend dann ein her jüngeres Publikum, das wegen der Abendunterhaltung da war.» Gerade dieser Wechsel der Leute war interessant, so Hefti.

Am Freitag lief die Gewerbeausstellung normal weiter, das Publikum kam ebenfalls zahlreich. Zudem war der kantonale Gewerbeverein zu Gast und hielt seine Generalversammlung ab. Etwas enttäuscht zeigte sich Hefti davon, dass die Podiumsdiskussion zum Thema «Schnittstelle Schule - Beruf» eher wenig Leute anzog. Am Abend war die Halle laut Hefti aber wieder voll. Zwar gab es einige, die die Lautstärke der Musik des Unterhaltungsprogrammes bemängelten. «Trotzdem hatten wir Betrieb bis morgens um vier.»

Am Samstag ging es ruhig zu und her. «Die Leute kamen erst nach 17 Uhr. Viele Familien waren da.» Und schliesslich war noch der Sonntag, der für Hefti ebenfalls zufriedenstellen verlief.

Viele gute Gespräche

Für Beat Rudolf von Rohr (Bohrex AG Subingen und Mitglied OK Gewerbeausstellung) lief die Ausstellung «sehr gut». «Ich hatte viele sehr gute Gespräche. Am Donnerstag und Freitag waren es viele Fachgespräche, am Samstag war es mehr Kundenpflege.» Dass sich alle Gewerbebetriebe gemeinsam im Zelt präsentieren, sei eine gute Lösung. «Die Atmosphäre war offen und locker. Wir konnten auch untereinander reden und Kontakte knüpfen.»

Walter Fankhauser (Fanwa Bau AG, Subingen) ist ebenfalls zufrieden. «In meinem Metier geht es mehr darum, sich zu präsentieren und mit den Leuten zu plaudern. Aufträge kann ich an einer Ausstellung kaum hereinholen», erklärt er. Trotzdem sei es für ihn wichtig, dabei zu sein. «Das Konzept mit dem Zelt ist gut», findet auch er.

Peter Portmann (Metall Portmann, Oekingen) hat die Gewerbeausstellung genutzt, um sein Geschäft zu präsentieren, das er im Januar übernommen hat. «Viele kennen den neuen Namen noch nicht.» Die vier Tage hätten viel an Präsenz abverlangt, denn Portmann und seine Frau Esther standen immer selbst am Stand. Aber es habe sich gelohnt. «Ich kann in den nächsten Tagen einige konkrete Offerten abgeben und so vermutlich den einen oder anderen Auftrag abholen.» Portmann ist zufrieden. Die Kontakte mit den Kunden hätten sich gelohnt, auch dort, wo sich keine konkreten Aufträge ergeben.

Dorli Risuscitazione und Jürg Müller (Restaurant Kreuz, Subingen) betrieben vier Tage lang einen Aussenstand und verpflegten die Gäste mit Bratwurst, Cervelat oder Spiessli. Auch sie sind zufrieden und meinen: «Es ist gut gelaufen. Wir konnten sicher auch vom guten Wetter profitieren.»

Grenzenlose Erfahrungen?

Am Sonntagnachmittag präsentierte der Walliser Extrembergsteiger Diego Wellig sein Buch «Grenzenlos». Anschliessend gab es eine Podiumsdiskussion zum selben Thema. Andreas Aebi (Nationalrat und OK-Präsident Eidgenössisches Schwingfest Burgdorf) moderierte den Anlass und versuchte den eingeladenen Sportlern zu entlocken, wo und wie sie denn an ihre Grenzen kommen. Rollstuhlsportler Heinz Frei (Etziken) formulierte dabei die Antwort, der alle beipflichten konnten. «Jeder hat Grenzen. Will man sie überschreiten, dann braucht es immer auch Respekt vor der Aufgabe, die man vor sich hat.»