Recherswil

Gestaltung des Dorfplatzes soll den Bedürfnissen angepasst werden

Im Untergeschoss des Hauptgebäudes auf Baufeld A soll eine Volg-Filiale einziehen.

Im Untergeschoss des Hauptgebäudes auf Baufeld A soll eine Volg-Filiale einziehen.

Die Wünsche der am Workshop teilgenommenen Recherswiler Bewohner zum räumlichen Leitbild wurden von der Arbeitsgruppe ausgewertet. Der Entwurf wurde in einer Informationsveranstaltung Interessenten vorgestellt.

Gerade einmal acht Personen besuchten den Informationsanlass, diskutierten aber rege mit. Die Arbeitsgruppe bestehend aus Michel Mercier, Präsident Bau- und Werkkommission, Hardy Jäggi, Gemeindepräsident, und Christian Sigrist, Bauingenieur bei «SPI Planer und Ingenieure» in Derendingen, stellte die Ausarbeitung des Konzepts zum räumlichen Leitbild vor.

«Recherswil will sich entwickeln können, aber die Siedlung soll nicht über die heutigen Grenzen ausgeweitet werden», erklärte Sigrist zu Beginn der Veranstaltung. Ein paar Optionen über die gegenwärtige Grenze hinaus habe man jedoch als Bauland offengelassen, sodass man bei einer extremen Überbauung reagieren könne. Statt einer Ausweitung sollen höhere Wohnblöcke entstehen.

Die Einwohnerzahl solle 1800 bis 2000 Personen betragen, die vorhandenen Arbeitsplätze sollen bestehen bleiben und stille Gewerbe gefördert werden. Ein weiteres Ziel sei, nach wie vor mit den Nachbarsgemeinden zusammenzuarbeiten. Eine Fusion strebe man jedoch nicht an.

Das Dorfzentrum anpassen

Ein wichtiger Punkt nahm für die Arbeitsgruppe die Gestaltung des Dorfplatzes ein, den man den Bedürfnissen entsprechend anpassen möchte, unter anderem mit diversen Angeboten wie einem Tearoom und einem Hausarzt. Man möchte zu geschützten oder schützenswert bezeichneten Bauten Sorge tragen und auch das Horten von Bauland vermeiden. Durch Anmerkungen der Anwesenden entschied die Arbeitsgruppe, noch einen Leitsatz zum Lärmschutz auszuarbeiten.

Den Verkehr möchte man sicher und verträglich durch Recherswil leiten und unter anderem bei Kreuzungen den öffentlichen Verkehr, die Velofahrer und die Fussgänger bevorzugen. Die guten öV-Verbindungen zu Solothurn und Derendingen möchte man beibehalten und weitere Anschlüsse prüfen, so auch einen an Koppigen.

Sorge für die Umwelt

Im Entwurf ist festgelegt, dass man Sorge zur Umwelt tragen soll und die landwirtschaftlichen Nutzflächen schützen will. Man möchte auch den Kontakt zu den Landwirten pflegen. Die Entwicklungen der Gemeinde sollen so wenig wie möglich Einwirkungen auf die Natur haben. Die rund dreissig Workshop-Teilnehmer forderten vermehrt, ausreichenden Gewässerraum zur Verfügung zu stellen. Auch dies nimmt der Entwurf auf, der die Gewässer revitalisieren und in die öffentlichen Räume integrieren möchte.

Das Konzept zum räumlichen Leitbild ist jedoch momentan noch nicht Tatsache, sondern nur ein Konzept, dies stellte Sigrist in seinen Ausführungen vermehrt dar. Als Nächstes würde das Amt für Raumplanung (ARP) den Entwurf überprüfen. In einer Gemeindeversammlung (voraussichtlich diesen Dezember) könne dann die Recherswiler Bevölkerung darüber abstimmen. Der Kanton gäbe ausserdem eine Stellungnahme ab.

Die Arbeitsgruppe ist in den nächsten vierzehn Tagen noch offen für Ideen. Der Entwurfsdorfplan sowie Broschüren fände man bei der Gemeinde. Inputs können direkt an die Arbeitsgruppe gemeldet werden.

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