Firmenschliessung
Gespräche von Erfolg gekrönt: Kontron-Mitarbeiter erhalten besseren Sozialplan

Der kurz vor Weihnachten entbrannte Konflikt um den Sozialplan für die Betroffenen der Schliessung der Kontron Compact Computers AG in Luterbach ist beigelegt.

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Mit einem Warnstreik forderten die Mitarbeiter im Dezember einen besseren Sozialplan - mit Erfolg.

Mit einem Warnstreik forderten die Mitarbeiter im Dezember einen besseren Sozialplan - mit Erfolg.

Hansjörg Sahli

Laut einer gemeinsamen Mitteilung der Firma und der Gewerkschaft Unia habe der Sozialplan in zwei Verhandlungen in mehreren Punkten verbessert werden können. Die von der Betriebsschliessung betroffene Belegschaft habe die Vereinbarung am Donnerstagabend an einer Betriebsversammlung einstimmig gutgeheissen, heisst es.

Sie regelt die Austrittsbedingungen für die 57 Mitarbeitenden, darunter 9 Lehrlingen.

«Substanzielle Verbesserungen»

Markus Baumann, Leiter der Unia Sektion Solothurn, sprach auf Anfrage von substanziellen Verbesserungen. So sei es gelungen, die Verzichtserklärung zu eliminieren, wonach die Betroffenen nur zwischen «Sozialplan oder nichts» wählen konnten. Die vorgesehene Verrechnung von Krankentaggeld-Leistungen mit den Abgangsentschädigungen sei kein Thema mehr. «Die Abfindungen konnten zwischen 40 und 60 Prozent erhöht werden», erklärt Baumann weiter.

Insgesamt stünden nun rund 850 000 Franken für die Angestellten zur Verfügung. Der bis März 2016 aktive Härtefallfonds sei verbessert worden. Ferner konnte laut Baumann für zwei Mitarbeiter eine Frühpensionierung durchgesetzt werden. Das zum deutschen Kontron-Konzern gehörende Werk in Luterbach wird Ende Januar geschlossen. (at.)