Oberdorf
Geschiebestudie im Oberdörfer Wildbach kostet 25 000 Franken

Der Gemeinderat Oberdorf hat beschlossen, eine Geschiebeanalyse im Wildbach durchführen zu lassen. Auslöser des Geschäftes ist ein Gewitter, das in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 2012 niederging.

Rahel Meier
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Unten im Dorf plätschert das Wasser im Wildbach ruhig dahin. Oben in der «Chlus» gab es 2012 wegen einem Gewitter viel Geschiebe.

Unten im Dorf plätschert das Wasser im Wildbach ruhig dahin. Oben in der «Chlus» gab es 2012 wegen einem Gewitter viel Geschiebe.

Rahel Meier

Das Gewitter war so heftig, dass in der «Chlus» diverse Hangrutsche verzeichnet wurden. Die Bachläufe wurden deshalb zum Teil massiv mit Geschiebe gefüllt und mussten wieder freigelegt werden. Auch Waldwege, Furten und Durchlässe mussten von Geschiebe befreit werden. Der Aufwand zur Behebung dieser Schäden belief sich auf insgesamt 17 746 Franken, 5496 Franken hatte die Gemeinde Oberdorf zu tragen.

Grundsätzlich ist der Bachunterhalt im Unterhaltskonzept der Gemeinde Oberdorf geregelt. Nutzniesser sind nicht nur Oberdorf, sondern auch die Bürgergemeinde Solothurn als Besitzer diverser Bauwerke, wie Brücken und Forstwege. Das Unwetter hat nun Fragen zum Bachunterhalt, zum Unterhaltskonzept, den Zuständigkeiten und zu den Kostenträgern aufgeworfen.

Die Werkkommission hat sich damit beschäftigt und vorgeschlagen, eine Geschiebestudie ausarbeiten zu lassen, die unter anderem solche Fragen klärt. Es wurden zwei Offerten eingeholt. Die Analyse kostet 25 000 Franken und wird zu 60 Prozent vom Kanton subventioniert. Der Gemeinderat kam in seiner Diskussion zum Geschäft einstimmig zum Schluss, dass die Sache dringlich sei, weil die lokalen Gewitter immer stärker würden und das Schadenpotenzial eines Ereignisses schwer abzuschätzen sei.

Drei Phasen

Der Auftrag wurde an eine Firma aus Aarau vergeben. Diese will in einer ersten Phase die mobilisierbare Geschiebemenge und die beteiligten Prozesse im Einzugsgebiet des Wildbachs bis zu einem definierten Geländepunkt untersuchen. Der Geschiebetransport entlang des Gewässers ist in einer zweiten Phase zu analysieren und mögliche Auflandungsbereiche sind zu identifizieren. In einer dritten Phase sollen die hydraulischen Auswirkungen der Auflandungen berechnet und daraus resultierende Austrittsstellen ermittelt werden.

Daraus könne dann beurteilt werden, ob sich die in der bereits bestehenden Gefahrenkarte dargestellten Austrittsstellen unter Berücksichtigung der Geschiebeproblematik bestätigen lassen. Es sind abschliessend Massnahmen auf Stufe Konzept zu erarbeiten, um das Geschiebe zu bewirtschaften.