Offizielle Übergabe
Gerlafinger Gemeinderat überreicht Petition gegen geplantes Asylzentrum

Vor dem Departement des Innern in Solothurn versammelte sich am Mittwochmorgen fast der gesamte Gerlafinger Gemeinderat, um dem Kanton die Petition «Nein zum geplanten Asylzentrum» zu übergeben. 5300 Menschen haben unterschrieben.

Christoph Neuenschwander
Drucken
Teilen
Petition gegen Asylzentrum Gerlafingen wird überreicht: Peter Jordi, Gemeindepräsident von Gerlafingen, und Marcel Chatelain, Chef des kantonalen Amts für soziale Sicherheit.

Petition gegen Asylzentrum Gerlafingen wird überreicht: Peter Jordi, Gemeindepräsident von Gerlafingen, und Marcel Chatelain, Chef des kantonalen Amts für soziale Sicherheit.

Christoph Neuenschwander

Marcel Chatelain machte es kurz und schmerzlos. Der Chef des kantonalen Amts für soziale Sicherheit (ASO) nahm den Stapel mit den unterzeichneten Unterschriftenbogen entgegen, bedankte sich und versprach, der Kanton werde sich mit der Petition befassen und dazu Stellung nehmen.

Keine Menschenfeinde

Überreicht wurde ihm der Stapel um 10 Uhr morgens von Peter Jordi, Gemeindepräsident von Gerlafingen. Anwesend war auch fast der gesamte Gemeinderat. Rund 5300 Menschen hatten die Petition «Nein zum geplanten Asylzentrum im Gerlafingerhof» unterschrieben.

Eine eindrückliche Zahl, wie Jordi bei der Übergabe fand. «Und das sind beim besten Willen keine Menschenfeinde.» Man sei einfach der Meinung, dass sich Gerlafingen schon genug für die Integration einsetze und ein Asylzentrum hier fehl am Platz wäre.

Enttäuscht wegen Gomm

Das sei ein «churzer Chut» gewesen, sagte SVP-Gemeinderat Beat Blaser, als Chatelain kurz nach 10 Uhr wieder hinter der Tür zum Departement des Innern in Solothurn verschwunden war. «Ich bin etwas enttäuscht, dass Regierungsrat Peter Gomm aus terminlichen Gründen nicht an die Übergabe kommen konnte. Aber die Petition wird auch so ihre Wirkung nicht verfehlen.»

Aktuelle Nachrichten