Reisebüro
Geprellte Kunden von Biber Travel gehen leer aus

Die um ihre gebuchten Ferienreisen geprellten Kunden des konkursiten Reisebüros Biber Travel in Biberist erhalten ihr Geld nicht zurück. Das Strafverfahren wegen Veruntreuung läuft indessen weiter.

Franz Schaible
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Gegen Biber Travel sind rund 360 Anzeigen eingegangen.

Gegen Biber Travel sind rund 360 Anzeigen eingegangen.

Hanspeter Bärtschi

«Den Forderungen von 410 000 Franken stehen Aktiven von 25 000 Franken gegenüber», bestätigt René Schöni, zuständiger Sachbearbeiter beim kantonalen Konkursamt, einen Bericht von «Radio 32». Die Aktiven wurden auf Bank- und Postkonti blockiert. Weitere verwertbare Aktiven seien keine vorhanden gewesen.

Die Forderungen der ersten Klasse, Lohnausstände ehemaliger Angestellter, seien voll gedeckt. Voraussichtlich nur teilweise gedeckt seien die Forderungen der 2. Klasse. Dabei handle es sich um Sozialversicherungsbeiträge (AHV, usw.).

«Keine Konkursdividende erhalten die Kunden, die bei Biber Travel eine Reise gebucht und bezahlt haben, diese aber gar nie antreten konnten.» Den Konkursantrag stellte im November 2012 die Kundengeldabsicherungsgesellschaft TPA (wir berichteten). Die TPA stellte denn auch als Hauptgläubigerin die höchsten Forderungen.

Den meisten Kunden hat - abhängig vom Buchungszeitpunkt - die TPA die Auslagen zurückerstattet. Unabhängig vom Konkursverfahren läuft das Strafverfahren wegen Veruntreuung gegen Biber und die Verantwortlichen weiter. «In der Sache sind bis jetzt rund 360 Strafanzeigen eingegangen«, erklärt Cony Zubler, Mediensprecherin der Solothurner Staatsanwaltschaft. (FS)