Messen
Geplante Doppelturnhalle in Messen wird 330'000 Franken teurer

Für die Doppelturnhalle in Messen wird mit einem Mehraufwand von 330'000 Franken gerechnet. Bei der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 6. Juni kommen alle Kosten auf den Tisch.

Gundi Klemm
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So soll die Doppelturnhalle aussehen.

So soll die Doppelturnhalle aussehen.

Zur Verfügung gestellt

In Folge der Vernehmlassungen bei allen künftigen Nutzern der Doppelturnhalle kann das Kostenvolumen von 5,252 Mio. Franken nicht eingehalten werden, weil das sparsam geplante Projekt nun doch etwas Speck angesetzt hat. Die für Planung und Bau berufene Arbeitsgruppe rechnet gegenwärtig mit einem Mehraufwand von 330 000 Franken. Um diesen geschätzten Betrag für den Turnhallenbau, der vergleichsweise günstig erscheint, aber genau zu quantifizieren, sollen die durch die erfolgte Submission zur Ratssitzung 23. Mai bereits vorliegenden Unternehmerofferten den Kostenstand sichern.

Mit diesen leicht höheren Zahlen habe, so Gemeindepräsidentin Marianne Meister, Finanzverwalter Geo Voumard den gesamten Finanzplan nochmals überarbeitet. «Als Lichtblick können wir jetzt schon sagen, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Steuerfusserhöhung nötig ist.» Voumard habe dazu vier Szenarien durchgerechnet, die den laufenden Anbau Brühl, das Projekt Feuerwehrmagazin, die drohende Ausfinanzierung der kantonalen Pensionskasse und steigende Sozialkosten berücksichtige. Nicht einbezogen in seine Überlegungen habe er den neuen Finanzausgleich im Kanton, der erwartungsgemäss zu einer Besserstellung von Gemeinden führen solle.

Transparenz am 6. Juni

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 6. Juni in der Pfarrschür, sollen alle Kosten laut Gemeindevizepräsident Bernhard Jöhr «ganz transparent» auf den Tisch kommen, um eine klares Bild des Vorhabens und der längerfristigen Auswirkungen auf den Finanzhaushalt zu vermitteln.

Der Stimmbürger sollte damit in der Lage sein, einen zusätzlichen Kredit zu diskutieren. Grundsätzlich vertritt der Rat aber die Meinung, dass dieser schon von namhaften Planungskosten begleitete Bau jetzt durchgezogen werden solle. Einen erfreulichen «Zustupf» erhält das Projekt durch die Rückszahlung von 200 000 Franken aus dem Schul-Zweckverband, der seine Jahresrechnung sehr erfreulich abschliessen konnte.

1,2 Millionen besser als budgetiert

Im Vorfeld zur Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Schulverband Bucheggberg A3 am 25. April informierte Bernhard Jöhr als dessen Vizepräsident den Gemeinderat über die schon zum zweiten Mal besser ausgefallene Jahresrechnung. Man habe angesichts zahlreicher Variablen vorsichtig budgetiert, was in der Jahresrechnung 2012 zu einem Überschuss gegenüber dem Voranschlag von 1,2 Mio. Franken führe.

Für Messen resultiert aus dem verbesserten Abschluss die erwähnte Rückzahlung von 200 000 Franken, die in den Hallenbau fliessen soll. Der Rat entschied zuhanden der anwesenden Schulverbandsdelegierten Nadja Minnig und Isabelle Magnenat, der Rechnung zuzustimmen.

Erneute Überprüfung in vier Jahren

In mehreren Anläufen konnte der Schulverband ausserdem ein mehrheitsfähiges Mietmodell entwickeln. Der ursprüngliche Vorschlag zur Verzinsung war nicht von allen Gemeinden goutiert worden. Die neue Berechnung stützt sich auf den Referenzzins des Bundes multipliziert mit 0,555. Nach vier Jahren soll dieser Ansatz erneut überprüft werden. Weiter wird im Mietmodell festgehalten, dass die Standortgemeinden - und nicht der Schulverband- für Ersatz von Schulraum zu sorgen haben.

Eine Anlagebuchhaltung soll detailliert Auskunft über alle Beiträge und Instandhaltungen geben. Die baulichen Werte, für die gegenwärtig Mietkosten von 1,148 Mio. Franken ermittelt wurden, werden nochmals genau festgehalten. Die künftige Mehrzweckhalle wird statt der alten Turnhalle, die voraussichtlich zu Beginn der Sommerferien abgerissen wird, auch für Messen höhere Mieteinnahmen erbringen.