Turnhalle
Gemeindeversammlung Günsberg weist Budget zurück

Die Günsberger Gemeindeversammlung hat das Budget 2013 zurückgewiesen. Grund dafür war primär der Antrag des Gemeinderates, den von vielen Anwesenden offensichtlich sehnlichst herbeigewünschte Bühnenanbau noch zu verschieben.

Lea Reinmann
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Turnhalle in Günsberg soll mit einer Bühne ergänzt werden. (Archiv)

Turnhalle in Günsberg soll mit einer Bühne ergänzt werden. (Archiv)

AZ

Die Günsberger Gemeindeversammlung hat das Budget 2013 zurückgewiesen, ohne es überhaupt behandelt zu haben. Nachdem man an der Gemeindeversammlung vor einem Jahr beschlossen hat, die Turnhalle mit einem Bühnenanbau zu ergänzen, liegt das Bauprojekt in Form von Plänen und einem Kostenvoranschlag nun vor.

850'000 Franken müssten dafür aufgewendet werden. Ein grosser Betrag, den sich die Gemeinde im Moment nicht leisten kann - dies betonte zumindest der Gemeinderat. Bedenklich sei neben den vielen Investitionen nämlich vor allem ein Posten:

Wenn die Gemeinden sich wirklich an der Sanierung der kantonalen Pensionskasse beteiligen müssen, hätte Günsberg im schlimmsten Fall 1,7 Millionen Franken zu bezahlen. Die Pro-Kopf-Verschuldung würde massiv ansteigen und die Steuern müssten um mindestens neun Prozent e rhöht werden, sofern die Turnhallensanierung, der Bühnenanbau und die Strassensanierungen genehmigt würden. Der Gemeinderat hat deshalb beantragt, den Entscheid für die Realisierung des Projekts Bühnenanbau noch zu verschieben.

Viele wehrten sich

Gegen dieses Vorgehen wehrten sich aber viele der Anwesenden. «Vielleicht ist die Bühne uns die Steuereröhung ja wert!», gab ein Anwesender zu Bedenken und forderte, dass diese in Betracht gezogen werde. Mit nur einer Stimme Differenz wurde der Antrag des Gemeinderats abgelehnt, das Budget galt damit als zurückgewiesen und wurde gar nicht mehr besprochen.

Der Gemeinderat muss nun einen neuen Antrag mit verschiedenen Varianten ausarbeiten und der Gemeindeversammlung erneut vorlegen. Eine Variante soll darin bestehen, die geplanten Projekte umzusetzen und den Steuerfuss um die nötige Prozentzahl anzuheben. «Zum Bühnenanbau wollen wir ja oder nein sagen können», unterstrich ein Anwesender.

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