Kriegstetten
Gemeinderat zögert bei Vergabe von Beiträgen

Wie spendabel sollte eine Gemeinde sein? Diese Frage hat der Gemeinderat Kriegstetten gleich anhand mehrerer Beispiele diskutiert.

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Kriegstetten diskutiert die Vergabe von Beiträgen. (Symbolbild)

Kriegstetten diskutiert die Vergabe von Beiträgen. (Symbolbild)

Keystone

So war etwa ein Beitrag an die Sanierung des Fussballplatzes Halten traktandiert. Der Platz soll unter anderem ausgebaut werden, um dem wachsenden Verein mehr Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Die Kosten sind mit 85 000 Franken veranschlagt. Damit Halten den Aufwand nicht alleine stemmen muss, hat die Gemeinde umliegende Dörfer angefragt, sich an den Kosten zu beteiligen. Auf Antrag von Thomas Affolter (CVK) wurde die Beschlussfassung vertagt. Zuerst soll mit anderen Gemeinden abgesprochen werden, wie hoch der Beitrag ausfallen sollte, und ob Halten und Oekingen sich umgekehrt auch an der Sanierung der Skateranlage in Kriegstetten beteiligen würden.

Verschoben wurde auch die Streichung der Beiträge an den Erneuerungsfonds für die Kunsteisenbahn Zuchwil. Thomas Affolter hatte wiederum beantragt, erst über eine Streichung der finanziellen Unterstützung zu befinden, wenn klar sei, um welchen Betrag es überhaupt gehe. Immerhin handle es sich um ein Angebot im Sportbereich, das von vielen Jugendlichen und Familien genutzt werde.

Genehmigt wurde hingegen das Unterstützungsgesuch um 300 Franken von der Jubla Fantasia sowie ein Sammelantrag um diverse Beiträge zwischen 200 und 650 Franken. Zuguterletzt hat auch die Pro Senectute die Gemeinde um einen fixen jährlichen Beitrag von einem Franken pro Einwohner ersucht. Damit würde die alljährliche Prüfung eines Gesuchs durch den Gemeinderat wegfallen. Pascal Hohls (Junges Kriegstetten) Antrag, den fixen Beitrag auf 50 Rappen pro Einwohner festzulegen, wurde vom Rat abgelehnt. Die Beiträge sollen auch weiterhin von Jahr zu Jahr überprüft und festgelegt werden. (mgt/cnd)