Subingen

Gemeinderat startet Offensive für mehr Langsamverkehr im Dorf

Heikle Stelle: Der geplante Fuss- und Radweg muss die Kriegstettenstrasse queren, deshalb ist hier eine Lichtsignalanlage geplant.

Heikle Stelle: Der geplante Fuss- und Radweg muss die Kriegstettenstrasse queren, deshalb ist hier eine Lichtsignalanlage geplant.

Nach jahrelangen Verzögerungen soll endlich ein durchgehender Fuss- und Radweg gebaut werden. Denn der Gemeinderat hat die Pläne für den Bau eines solchen einstimmig angenommen.

Subingen und der Langsamverkehr: «Eine lange und mühsame Geschichte», sagt selbst Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold (SP). Eine lange und mühsame Geschichte, die nun doch noch vor einem Happy End steht: Der Gemeinderat hat die Pläne für den Bau eines Fuss- und Radweges von der Oeschmatt bis zur unteren Neumattstrasse einstimmig genehmigt. «Wir stehen hundertprozentig hinter der nun getroffenen Lösung», erklärte Michael Kummli (FDP), Gemeinderat und Präsident der Planungskommission.

Seit 2006 beschäftigen sich die Subinger Behörden mit dem Fuss- und Radweg. Der Bau wurde damals verschoben, weil die Gemeinde auf Gelder des Agglomerationsprogramms Solothurn warten wollte.

Mit dem Programm sollen Lücken im Langsamverkehr geschlossen werden. Eine dieser Lücken liegt in Subingen und führt entlang der Bahnlinie. Die Vision: Dereinst sollen Velofahrer auf der nationalen Route zwischen Solothurn und Herzogenbuchsee sicher und ohne Unterbruch ihrem Hobby frönen können.

Aber auch die Dorfbevölkerung profitiere vom Ausbau, so Gemeinderat Kummli: «Der Weg bietet eine Alternative zur Kantonsstrasse.» Das Baugesuch für den Fuss- und Radweg wird in den nächsten Wochen aufgelegt. Weil verschiedene Eigentümer im Spiel sind, wird der Bau in drei Teilstücke gegliedert:

• Teil Ost: Für den Abschnitt vom Oeschmattquartier bis zur Kriegstettenstrasse ist die Einwohnergemeinde zuständig. Das 200 Meter lange und bereits gebaute Teilstück im Oeschmatt-Quartier wird fortgeführt. In Sachen Gestaltung bleibt alles beim Alten: ein zweispuriger Radweg, in der Mitte eine Baumallee.

• Teil Mitte: Hier muss der Radweg die Kriegstettenstrasse queren - eine Kantonsstrasse also. Deshalb ist der Kanton federführend. Geplant ist die Installation einer Lichtsignalanlage, eine Verkehrsinsel ist aus Platzgründen nicht vorgesehen.

• Teil West: Das Teilstück von der Kriegstettenstrasse bis zur unteren Neumattstrasse fällt wiederum in das Aufgabengebiet der Einwohnergemeinde. Der Fuss- und Radweg wird wie im Teil Ost geführt. Für die Anbindung des Neumattquartiers ist eine Verbindungsstrasse geplant.

Gemütlicher Bahnhofplatz?

Der Gemeinderat führte auch ein weiteres Langzeit-Geschäft auf die Zielgerade: Der Bahnhofplatz soll mit Kies bestreut und mit einem Brunnen ausgestattet werden - «damit lädt er zum gemütlichen Verweilen ein», sagte Gemeinderat Kummli.

Alle Gemeinderatsfraktionen stellten sich hinter die Pläne der Planungskommission. «Subingen wird aufgewertet», meinte etwa Urs Ledermann (FDP). Und schliesslich gab es da noch eine dritte Baustelle, die den Gemeinderat beschäftigte: die Bodenschwellen im Bereich der beiden Fussgängerbrücken auf der Oeschstrasse.

Diese sorgen unter Autolenkern für Ärger. Die Anfahrtsrampen seien zu steil, lautet der Tenor. «Manche haben schon nachgefragt, ob sie ihre abgenutzten Stossdämpfer von der Steuer abziehen können», frotzelte Gemeindepräsident Ingold. Die Fraktionen waren sich in dieser Sache einig: Die Schwellen seien zu entfernen. Stattdessen soll die Strasse wieder eingeebnet werden.

Sattes Plus dank Mehreinnahmen

Allen Grund zum Strahlen hatten die Gemeinderäte bei der Präsentation der Rechnung 2013. Diese schliesst mit einem satten Ertragsüberschuss von 720 114 Franken; das Budget rechnete noch mit einem Aufwandüberschuss von 274 893 Franken.

«Wir sind natürlich sehr zufrieden», erklärte denn auch Finanzverwalter Roland Kummli. Worauf ist das um beinahe eine Million Franken besser ausgefallene Ergebnis zurückzuführen?

Vor allem auf Mehreinnahmen in der Höhe von 660 000 Franken bei den Steuern. Es gehört in zahlreichen Solothurner Gemeinden in diesen Tagen ja fast schon zum guten Ton, satte Mehreinnahmen auf dem Steuerkonto zu präsentieren.

«Wir konnten im vergangenen Jahr aber auch von guten Erträgen bei den Grundstückgewinn-Steuern profitieren», ergänzte Kummli. Und schliesslich seien die Bildungsausgaben um eine Viertelmillion Franken tiefer ausgefallen, als budgetiert. Kummli bilanzierte: «In Subingen ist die Ausgabendisziplin allgemein sehr gut.»

Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 1,65 Millionen Franken aus. Die Besserstellung gegenüber dem Budget beträgt 864 577 Franken und lässt sich gemäss Finanzverwalter Kummli vor allem auf Kreditübertragungen ins Jahr 2014 zurückführen.

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