Feldbrunnen-St. Niklaus
Gemeinderat feilscht mit Architekturbüro um Rabatt

Rabatt beim Architektenhonorar oder nicht? Darüber diskutierte der Gemeinderat mit den zuständigen Architekten Benedikt Schlatter und Stefan Schwarz vom Architekturbüro dsar. Dieses hat den Wettbewerb um die Überbauung Wohnen am Dorfplatz gewonnen.

Lea Reimann
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Das Projekt «Wohnen am Dorfplatz»

Das Projekt «Wohnen am Dorfplatz»

Während man sich am Montagabend über den nun ausgearbeiteten Vertrag weitgehend einig war, verhärteten sich die Fronten, als die damit verbundenen Finanzen angesprochen wurden. Eine Einigung betreffend Architektenhonorar wurde auch nach längeren Diskussionen nicht erzielt.

Während der Gemeinderat hartnäckig feilschte und die Architekten zu finanziellem Entgegenkommen im Sinnne eines kleinen Rabatts aufforderte, beharrten diese auf ihrer Position. Sie erklärten, dass kein Rabatt mehr drin liege, zumal sie ihr Projekt bereits auf Wettbewerbsbasis unter Konkurrenz eingereicht hätten und die Kosten damit möglichst tief gehalten hätten. Nach längeren Diskussionen und einem Time-Out, in dem sich sowohl Architekten als auch Ratsmitglieder separat berieten, standen mehrere Beträge im Raum.

Die Architekten bekundeten schliesslich zwar ein finanzielles Entgegenkommen, welches aber nicht deckungsgleich mit jenen Beträgen war, die einige Ratsmitglieder forderten. Ob sich der Gemeinderat damit zufrieden gibt und zum Vertrag einwilligt, ist momentan noch nicht klar. Man beschloss, diese Thematik an der Kommissionssitzung am Freitag nochmals zu diskutieren.

Für das Projekt Wohnen am Dorfplatz hat die Gemeindeversammlung letzten Herbst mit knapper Mehrheit einen Kredit von sechs Millionen Franken gesprochen.
Tram für mehr Sicherheit

Zu längeren Diskussionen führte auch das Bipperlisi, das in letzter Zeit wieder vermehrt in Unfälle verwickelt war. „Wir wehren uns nicht gegen Schranken und Sicherheit!", betonte Gemeindepräsidentin Anita Panzer und machte damit nochmals auf die Grundaussage der Motion aufmerksam. „Im Gegenteil", unterstrich René Rudolf, der gemeinsam mit Jakob Jordi die Motion „siedlungsverträgliches Bipperlisi" eingereicht hatte.

Die von über 200 Stimmberechtigten unterschriebene Motion richte sich nicht etwa gegen die von der Aare Seeland mobil (asm) geplanten Barrieren, wie dies von vielen Leuten assoziiert werde. Viel wichtiger sei, dass das Bipperlisi in Feldbrunnen nicht als Bahn, sondern als Strassenbahn - so wie in Solothurn - eingestuft werde.

„Gerade in letzter Zeit sind wieder vermehrt Unfälle passiert, auch in Feldbrunnen. Deshalb müsste das Bipperlisi jetzt erst recht als Tram eingestuft werden, quasi als Sofortmassnahme", so Anita Panzer. So lange die Übergänge noch nicht gesichert seien, sei die Tempoverringerung umso wichtiger.

Der Gemeinderat hofft auf langsamere Fahrgeschwindigkeiten und mehr Sicherheit und ist sich bewusst, dass Tempo 30 kein Verzicht auf zusätzliche Schranken bedeutet. Daneben kritisiert die Motion andere Elemente, welche die Aare Seeland mobil (asm) vorgeschlagen und aufgelegt hat.

So möchte man etwa eine bessere Lösung für den Maschendrahtzaun finden, der als trennendes Element zwischen Schienen und Strasse errichtet werden soll. Auch Einspurstrecken wären wünschenswert, wobei der Rat einsieht, dass diese wegen Platzmangel schwierig zu realisieren sein dürften.

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