Die Arbeitsgruppe Alterssitz (AGA), die auf dem Gelände Dorfstrasse 20/21 eine Wohnanlage für ältere Menschen realisieren möchte, hat sich nicht für eine Stiftung, sondern für die Rechtsform Wohnbaugenossenschaft entschieden.

Deren Zusammensetzung wird die AGA noch beantragen. Gleichzeitig fielen im Rat weitere Entscheide, damit die Weiterarbeit am Projekt vorangetrieben wird. Ein Mandat zu Beratung und Begleitung erhielt Reinhard Hänngi, Fachmann fürs Wohnen im Alter.

Als Solothurner Vertreter der Organisation «Wohnen Schweiz» habe er, wie Gemeindepräsident Herbert Schluep erfahren hat, bereits 33 vergleichbare Projekte begleitet. Das Kostendach für Planung, Bau und Bezug beträgt 14 000 Franken.

Mit dem Architekten Ruedi Kobi ist ein weiterer Experte berufen worden, der bis Mai eine umfassende Nutzungsplanstudie, einen Konzeptvorschlag und Renditeberechnungen erarbeiten soll.

Dies als Grundlage für einen künftigen Entwurf, wobei die Wohnbaugenossenschaft frei ist in der Wahl des Architekten. Für den mit rund 136 Stunden bezifferten Auftrag genehmigte der Rat ebenfalls ein Kostendach von 14 000 Franken.

Den Läusen Herr werden

Viele Kommunen kennen unregelmässig auftretende Läuseplagen. Gemeinderat Rolf Iseli berichtete im Rat, wie man in der Schule und in den Familien in Lüsslingen-Nennigkofen das Problem bekämpfen will.

Zwei, eigens dafür ausgebildete «Läusefachfrauen», nach ihrem Kursbesuch noch verstärkt mit einer weiteren Person, werden jeweils nach den Ferien die Köpfe der 100 Schulkinder im Schulhaus untersuchen.

Werden Nissen im Haar und auf der Kopfhaut gefunden, werden die Eltern brieflich zur Behandlung aufgefordert. Werden Läuse gefunden, wird das Kind nach Hause geschickt mit der Bitte um sofortige Gegenmassnahmen sowie drei Tage Dispens vom Schulbesuch.

Iseli: «Unsere Fachfrauen sind auf dem neuesten Ausbildungsstand und empfehlen wirksame Mittel, wogegen die lästigen Blutsauger noch nicht immun sind.» Danach findet drei Tage später eine Kontrolle zu Hause statt.

Die Kinder mit entdeckten Nissen werden 7 bis 10 Tage später nochmals in der Schule untersucht und je nach Befallsform dann weiterbehandelt. Der Rat beschloss, dass die Unterstützung in der Schule, um Läuse los zu werden, kostenlos erfolgt ebenso wie ein Hausbesuch.

Alles Übrige geht zulasten der Familie. Der Schularzt unterstütze das strikte Vorgehen, dessen rechtliche Grundlage zusätzlich noch abgeklärt wird, hiess es im Rat.

44 neue Fahnen

Bald schon wird die Fusionsgemeinde Lüsslingen-Nennigkofen an Festtagen mit drei Meter langen und 78 Zentimeter breiten Fahnen geschmückt sein. Nach oben hin mündet ein grün-gelber Doppelstreifen in die früheren heraldischen Symbole Baum und Ähre der beiden Gemeindeteile. Das Budget für die Anschaffung ist bereits bewilligt.

Wie Gespräche mit dem kantonalen Amt für Raumplanung ergeben haben, soll das Amphibienschutzgebiet in der Schiltiberggrube bis zum Grubenrand beibehalten werden, informierte Gemeinderätin Doris Weyeneth zum dortigen Stand der Dinge.