Keine Chance hatte Hans Stebler mit seinem Gesuch, Baugesuchsgebühren nicht bezahlen zu müssen. Der Gemeinderat wies die Einsprache ab. Er sei froh, dass er sich nicht zum Inhalt des Baugesuchs äussern müsse, erklärt Gemeindepräsident Michael Ochsenbein. «Wir haben uns im Gemeinderat einzig zur Frage der Gebühr unterhalten. Und klar, der Betrag ist geschuldet, die Gebühr wurde von der Baukommission zu Recht erhoben.»

Dennoch sei der Inhalt des Baugesuchs verraten. Hans Stebler bestreitet die Notwendigkeit eines Baugesuches für eine Gartenleuchte (Höhe 1,75 Meter). Nachdem er diese aufgestellt hatte und mittels Zeitschaltuhr jeweils von 19 bis 23.45 Uhr leuchten liess, erfolgte eine Beschwerde aus der Nachbarschaft, worauf die Baukommission von Hans Stebler ein nachträgliches Baugesuch für die «beleuchtete Skulptur» einforderte. Dieser Aufforderung kam Hans Stebler nur zögerlich nach, weil er die Notwendigkeit eines Baugesuches bezweifelte. Die Baukommission hingegen stellte sich auf den Standpunkt, dass eine Beleuchtung zwischen 22 und 6 Uhr nicht gestattet ist, weshalb eine längere Beleuchtung eben ein Baugesuch brauche. In der Baukommission wurde die Skulptur oder Gartenleuchte mehrmals traktandiert. Nun darf die Leuchte bis 22 Uhr und in genügendem Abstand zum Nachbar Licht geben. «Die 50 Franken Gebühr sind nicht viel. Bis 1000 Franken sind möglich», so der Gemeindepräsident. (uby)