Zwar ist es der Gemeinde geglückt, den Bau der Dreifachsporthalle kostengünstig unter dem Budget abzuschliessen. Doch für den auf dem jetzigen Parkplatz neben dem Kreisel St. Urs, dem AFEG-Areal, geplanten Bau des neuen Schulgebäudes möchte sich der Gemeinderat nicht nur auf die Kostenschätzung über 1,99 Mio. Franken verlassen. «Wir wollen uns nicht dem Vorwurf aussetzen, im Entwurf partout unter 2 Mio. Franken zu bleiben, um die Gemeindeversammlung oder das Ergebnis einer Urnenabstimmung zu umgehen», hiess es. Deshalb diskutierte der Rat das weitere Vorgehen ausführlich und war einverstanden, dass mit einer Kreditvorgabe von 2,3 Mio. Franken operiert wird. Mit grossem Mehr wurde die Kommission Schulraumplanung (KSRP) beauftragt, die Planung für das Gebäude voranzutreiben.

Keine Containeranlage

Etwas irreführend erscheint die Bezeichnung «Pavillon», wobei häufig an eine für Schulbedürfnisse ausgebaute Containeranlage gedacht wird. Bei dem von den Biberister Unica-Architekten entworfenen Bau handelt es sich um einen Kubus auf einer Fläche von 13 auf 25 Meter, der als solides Doppelstockgebäude neben dem Oberen Schulhaus errichtet werden soll. Damit soll der Campus Bernstrasse für die Kreis-Oberstufe komplettiert werden. In der Aussprache ging es auch um Sparmöglichkeiten, die aber nach Darstellung von Beat Affolter, Präsident KSRP, zu Abstrichen beim Raumprogramm für Küchen, Hauswirtschaft und Naturwissenschaften geführt hätten.

Bedarf ist höher als Angebot

Seit August 2000 besteht in den Biberister Schulen ein Beratungsangebot mit insgesamt 6 Stunden pro Schulwoche für Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen durch die Psychologin Regula Blöchlinger. Offenbar ist der Bedarf aber weitaus höher. Marlis Jeker, Leiterin der Sozialen Dienste, sprach sich dafür aus, dass durch eine von der Schulleitung unabhängige Sozialarbeit Problemfälle viel früher erfasst werden könnten. Gast Urs Müller, Präsident des Zweckverbandes Oberstufe Wasseramt-Ost (OWO), wies auf den Nutzen eines solchen Angebots, das unterschiedlichste Schwierigkeiten frühzeitig erkennen lässt. Der Rat entschied sich für eine zweite Lesung, zumal ihm nur eine Tischvorlage, aber noch kein eigentliches Konzept bekannt war. Geplant wäre die Umsetzung auf den Schuljahresbeginn 2015/16.

Bewirtschaftung der Parkplätze

Im Grundsatz entschieden ist bereits, dass demnächst das Abstellen von Fahrzeugen – insbesondere auf den Parkplätzen Bleichematt und AFEG – Geld kostet. Genaue Planungsgrundlagen mit Reglement und Verordnung dazu hat die Bau- und Werkkommission (BWK) vorgelegt. Die Realisierungskosten des Projektes belaufen sich auf 240 000 Franken. Gegenwärtig werden Interessierte wie Feuerwehr etc. bedient. Danach beschliesst der Gemeinderat die Auflage, wonach Einsprachen möglich sind. Ausserdem wird die BWK mit zwei Liegenschaftsbesitzern an Bleichenberg- und Aesplistrasse klären, ob sie ihr Anrecht auf den Bau von Lärmschutzmassnahmen durch die Gemeinde wahrnehmen wollen.