Dornach
Gemeinde reagiert mit höheren Gebühren auf die Finanznot

Seit Jahren kämpft die grösste Gemeinde im Schwarzbubenland mit einem Haushaltsdefizit. Jetzt werden die Gebühren saftig erhöht. Bringt das die Finanzen der Gemeinde wieder ins Lot?

Lukas Hausendorf
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Künftig wird eine Vielzahl von kommunalen Dienstleistungen für die Bürger von Dornach teurer. (Symbolbild)

Künftig wird eine Vielzahl von kommunalen Dienstleistungen für die Bürger von Dornach teurer. (Symbolbild)

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Dornach zieht die Gebührenschraube an. Die Gemeinde kämpft seit mehreren Jahren mit einem chronischen Haushaltsdefizit. Jetzt hat der Gemeinderat reagiert: Künftig wird eine Vielzahl von kommunalen Dienstleistungen für die Bürger teurer.

Etwa die Unterschriftsbeglaubigung, die sich verdoppelt und neu 20 Franken kosten soll. Tiefer in die Tasche greifen muss unter Umständen, wer gegen eine Verfügung rekurriert. Anstatt 100 Franken kann eine Rekurs-Abweisung neu bis zu 1000 Franken kosten.

Während diese Beispiele eher wenige Bürger betreffen, sind von der Erhöhung der Wasserverbrauchsgebühr um rund 50 Prozent alle betroffen. Diese steigt von Fr. 1.09 auf Fr. 1.48 pro Kubikmeter.

Der massive Aufschlag wird begründet mit geplanten Investitionen wie dem Reservoir Goben und dem Defizit der Wasserkasse, das über 100 000 Franken beträgt.

Beitrag ans 10. Schuljahr

Zur Kasse gebeten werden sollen künftig auch Eltern, deren Kinder ein 10. Schuljahr im Sinne eines Brückenangebots besuchen. Diese sollen sich nun mit 4000 Franken am Schulgeld beteiligen.

Immerhin: Die Revision der Gebührenordnung bedeutet für Dornachs Einwohner aber nicht nur Mehrkosten. Beim Sterben etwa soll der Aufwand für die Hinterbliebenen mit der Einführung von Pauschalen vereinfacht werden.

Diese sollen aber nicht teurer sein als die aktuell anfallenden Kosten.

Souverän hat letztes Wort

Das letzte Wort, wie fest die Gebührenschraube angezogen wird, hat aber in jedem Fall der Souverän, der die Gebührenordnung noch an der Gemeindeversammlung genehmigen muss.

«Noch kein durchschlagender Erfolg, aber ein erster Schritt», ist laut Gemeindepräsident Christian Schlatter bei der Revision der Überprüfung der Kehrichtgebühr erzielt worden. Eine Reduktion derselben um rund die Hälfte sei zurzeit nicht möglich.

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