Unterramsern

Gemeinde hofft auf Zuzüger: «Wir brauchen mehr Einnahmen»

Unterramsern hofft auf Zuzüger, die mit zusätzlichen Steuereinnahmen die Gemeindefinanzen entlasten helfen.

Unterramsern hofft auf Zuzüger, die mit zusätzlichen Steuereinnahmen die Gemeindefinanzen entlasten helfen.

Die Gemeindeversammlung erhöhte die Steueranlage von 100 auf 110 Prozent. Das bestehende Defizit kann mit vorhandenem Eigenkapital ausgeglichen werden. Weiter hofft man auf Zuzüger und deren Steuereinnahmen.

«Für ein ausgeglichenes Budget fehlen uns aber immer noch 10 Prozent», erläuterten Gemeindepräsident Hanspeter Ziegler und Finanzverwalter Ruedi Ziegler die beantragte Erhöhung. Weil diese Erhöhung des Steuerfusses um 10 Punkte gut begründet war, wurde sie im Rahmen des Budgets in der 30-köpfigen Versammlung diskussionslos genehmigt.

Der Haushalt für 2014 sieht einen Aufwand von 990 000 Franken bei einem Rechnungsdefizit von fast 60 000 Franken vor. Dies allerdings muss für keine allzu starke Verunsicherung sorgen, da das jetzt noch auf 490 000 Franken bezifferte Eigenkapital nach Abzug der Aufwandüberschüsse der Jahre 2013 und 2014 immerhin noch 350 000 Franken beträgt. «Zudem hoffen wir auf Zuzüger und den neuen kantonalen Finanzausgleich, der gemäss ersten Berechnungen Unterramsern um 36 000 Franken besserstellen könnte», betonten die beiden Zieglers.

Da sich in der schuldenfreien, jetzt 207 Seelen zählenden Gemeinde neue Häuser im Bau befinden, sei diese Hoffnung berechtigt. Denn auch Unterramsern könne die Kostensteigerungen im Sozial- und Schulwesen nicht einfach so wegstecken, zumal erstmals auch 3700 Franken in den Finanzausgleich, der bisher das Dorf unterstützte, eingezahlt werden müsse. Investiert werden 2014 zirka 90 000 Franken, die mit Einnahmen von 97 000 Franken mehr als gedeckt sind.

Dorfchronik

Einstimmig war die Versammlung der Meinung, die Arbeit an der Dorfchronik, die mit Fotos der Einwohner ausgestaltet wird, fortzusetzen und billigte die 8000 Franken im Konto Kultur. Auch die Revision der elf Jahre alten Ortsplanung, die sich eben nicht nur mit Umzonungen einzelner Parzellen bewerkstelligen lasse, wurde mit einem zusätzlichen Kredit von 20 000 Franken dotiert. Für die ursprünglich veranschlagten 17 000 Franken waren das kantonal verlangte räumliche Leitbild und die Kartensätze bereits überarbeitet worden.

Wie in der letzten Rechnungsgemeinde angekündigt, sagte der Souverän nun Ja zum geplanten Verkauf des alten Feuerwehrmagazins an die Bürgergemeinde (BG), die darüber Mitte kommenden Jahres befindet. Erwartet wird ein Betrag für Land und Gebäude in der Höhe von 22 800 Franken, womit ein kleines Darlehen der BG an die Einwohnergemeinde verringert wird.

Diverses und Informationen

Nach vierjähriger Amtszeit wurde Franziska Mollet und nach acht Jahren Bruno Furrer aus dem Gemeinderat verabschiedet. Der Gemeindepräsident würdigte die Arbeit der beiden Mitglieder. Zudem berichtete er über notwendige Vertragsänderungen im Feuerwehr-Zweckverband Region Limpachtal und im Friedhofzweckverband.

Da die Partnerschaft im Wehrwesen sich nur noch auf Messen bezieht, und die Friedhofsorganisation mit der neuen Gemeinde Buchegg geregelt wird, empfiehlt sich laut Ziegler das Leitgemeindesystem. «Unser Wasser wollen wir so lange wie möglich durch die eigene Versorgung beziehen. Längerfristig könnte aber ein Anschluss in Kyburg nötig werden», blickte er auf das in Vorprüfung befindliche GWP und auf wachsende Einwohnerzahlen.

Gegenwärtig befindet sich das Glasfaserkabel im Bau. Das Umhängen der Anschlüsse durch die Swisscom finde im Februar statt, ergänzte ein Versammlungsteilnehmer.

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