In Bellach wirft eine Serie von Brandanschlägen Fragen auf. Am 29. September wurden drei Abfalleimer bei den Bushaltestellen Tell Nord und Schulhaus 2 sowie beim Denner in Brand gesteckt. Zudem brannten drei Fahrräder an der Allmendstrasse und der Dorfstrasse. In der Nacht auf letzten Donnerstag wurden an Hauseingängen an der Dorf- und der Kaselfeldstrasse sowie beim Schulhaus Materialien angezündet.

Im «Blick» ist von einem Feuerteufel die Rede.

Da weiss jemand mehr als die Polizei. Noch laufen die Abklärungen. «Die Täterschaft ist unbekannt, weshalb auch nicht gesagt werden kann, ob es sich um Einzeltäter, Gruppen, Jugendliche oder Erwachsene handelt», erklärt Mediensprecherin Melanie Schmid auf Anfrage. Ob Brandbeschleuniger eingesetzt wurden, sei noch Gegenstand der Untersuchung. Nach wie vor ist die Polizei froh um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Verdächtiges beobachtet hat oder Hinweise zur Täterschaft geben kann, wird gebeten sich zu melden (Telefon 032 627 71 12).

Ebenfalls bittet die Polizei weitere Geschädigte sich zu melden. Andere Vorfälle seien in diesem Zusammenhang aber keine von der Polizei registriert worden. Es sei durchaus wahrscheinlich, dass es sich um eine Serie der gleichen Täterschaft handelt, so die Mediensprecherin. «Das Motiv hinter den Brandstiftungen, zum Beispiel Jugendstreich, ist aber unklar.»

Die Gemeinde hat in allen Fällen Anzeige erstattet. «Als die ersten Vorfälle bekannt wurden, dachte ich noch, das seien Lausbubenstreiche», berichtet Gemeindepräsident Anton Probst. Nach dem Motto «Bekämpfet die Anfänge» sei reagiert worden. «Der einzelne Vorfall mag vielleicht harmlos sein, aber im Gesamten wurde die Grenze klar überschritten.»

Bei der zweiten Serie von Brandanschlägen sei im Coop ein Besen geklaut und im Schulhaus angezündet worden, berichtet Probst. Beim Haus des Schulhausabwartes Kaselfeld sei Papier angezündet worden und beim Haus neben der Gemeindeverwaltung wurde ein Feuer gelegt. «Die Fassade ist schwarz, der Schaden massiv», so Probst. Antonio Nazzaro, Kommandant der Feuerwehr, will die Angelegenheit nicht unnötig aufbauschen. «Wir waren nur in einem Fall im Einsatz», berichtet er.

Panik herrsche nun aber in Bellach keine, sagt der Gemeindepräsident weiter. Er finde es bedenklich, dass die Vorfälle an der Hauptverkehrsachse in Bellach geschahen. Auch den Sicherheitskräften, die im Auftrag der Gemeinde patrouillieren, sei nichts aufgefallen. Er hoffe, dass die Bevölkerung nun sensibilisiert sei.