Deitingen

Gefährliche Wandtafeln sollen durch «Smart Boards» ersetzt werden

Deitigen will neue interaktive Wandtafel-Systeme, die mit einem Beamer sowie einem Soundsystem verbunden sind, anschaffen. (Symbolbild)

Deitigen will neue interaktive Wandtafel-Systeme, die mit einem Beamer sowie einem Soundsystem verbunden sind, anschaffen. (Symbolbild)

Der Deitinger Gemeinderat hat dem Antrag, die alten, gefährlichen Wandtafeln durch moderne «Smart Boards» zu ersetzen, einstimmig zugestimmt.

Toni Ziegler, Gemeinderat Ressort Bildung, zeigte dem Deitinger Gemeinderat ein dringliches Geschäft auf: Im Rahmen der Ausarbeitung des neuen Möblierungskonzeptes für das Schulhaus Zweien seien fünf jahrzehntealte Wandtafeln aufgefallen. Diese hängen sowohl in Schulzimmern als auch in einem vom Kindergarten benutzten Raum sowie dem Malatelier und stammen aus den Jahren 1957/1958. «Die Tafeln sind in einem sehr schlechten Zustand», erläuterte Ziegler, «eine ordentliche Reinigung ist aufgrund der abgenutzten Oberflächen kaum mehr möglich». Eine zeitgemässe Unterrichtsführung sei unter diesen Umständen stark erschwert.

Die Dringlichkeit des Antrags erklärt sich auch aufgrund mangelnder Sicherheit. Die Wandtafeln seien ungenügend befestigt und können ohne grosse Fremdeinwirkung aus der Halterung gerissen werden. Ausserdem bestehen die Tafeln aus Eternit, was asbesthaltig und somit gesundheitsgefährdend ist. Im modernen Unterricht werden keine konventionellen Kreide-Tafeln mehr verwendet, sondern sogenannte «Smart Boards». Dabei handelt es sich um interaktive Wandtafel-Systeme, die mit einem Beamer sowie einem Soundsystem verbunden sind. Zusammen mit Schulleiterin Barbara Emch hat Ziegler ein Umsetzungskonzept ausgearbeitet und verschiedene Offerten eingeholt. Der Vorschlag lautete, neben der fachgerechten Entsorgung der alten Tafeln neu zwei Board-Systeme und drei komplette interaktive Wandtafel-Systeme anzuschaffen; dies für eine Summe von 43 000 Franken. Der Rat stimmte diesem Antrag und dem damit einhergehenden Nachtragskredit einstimmig zu.

Nach elf Jahren abgeschlossen

Gemeindepräsident Bruno Eberhard kam auf den Bundesgerichtsentscheid im Fall des Schweinestalls von Daniel Stüdi zu sprechen. Deitingen müsse den Schadenersatzanteil von über 100 000 Franken nicht zur Gänze bezahlen. «Für solche Fälle ist unsere Gemeinde versichert. Unser Selbstbehalt liegt bei 50 000 Franken.» Deitingen habe bereits mehr als 50 000 Franken vorgeschossen und werde noch im Verlauf dieses Jahres den überschüssigen Betrag zurückerhalten. (jrd)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1