Selzach
Für die Selzacher darf es auch eine grössere Turnhalle sein

An der Gemeindeversammlung in Selzach sprach sich eine grosse Mehrheit der 185 anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner für eine grössere Turnhalle aus, als ursprünglich angedacht.

Urs Byland
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Modell für die neue Turnhalle.

Modell für die neue Turnhalle.

Urs Byland

1,5 Millionen Franken zusätzlich bewilligte die Versammlung für den Bau einer Doppelturnhalle mit den Massen 26 mal 30,5 Meter. Darin können künftig mit Ausnahme von Basketball alle von den Vereinen gewünschten Spielarten zweimal gleichzeitig nebeneinander gespielt werden. Damit dies möglich wurde, mussten die Planer zu einem Trick greifen und die projektierte Halle 1,5 Meter tiefer in den Boden platzieren. Damit gilt die Halle nur als zweigeschossig statt dreigeschossig. Die Folge ist, dass die Grenzabstände geringer ausfallen. Weiter wurden die Aussenanlagen, insbesondere die Laufbahn nach Osten verschoben, was ebenfalls zusätzlichen Platz für die Halle gab.

Die wenigen kritischen Stimmen gegen die Vergrösserung der Halle hatten keine Chance. Sie fragten die Anwesenden, weshalb ein bereits von der Gemeindeversammlung genehmigtes Projekt nochmals aufgerollt wurde. Dies erklärten die Planer mit der ungewöhnlichen Grösse des alten Projektes, das von einer Grösse von 22 mal 30,5 Meter ausging. Man habe dann nochmals eine Mitwirkung der Vereine initiiert, um die wirklichen Bedürfnisse herauszufinden.

Gemeindepräsident Viktor Stüdeli freute sich, dass kurz vor seiner Demission ein langgehegter Wunsch in Erfüllung ging. «Vor 24 Jahren, als ich mein Amt Als Gemeindepräsident antrat sagten mir einige Einwohner: jetzt schau, dass wir endliche eine rechte Turnhalle kriegen. Jetzt ist es gelungen.» Tosender Applaus der Anwesenden brandete auf.

Ein Ja zur Sicherheit

Auch das zweite Geschäft an dieser Gemeindeversammlung war unbestritten. Die Gemeindeversammlung genehmigte einen Kredit in der Höhe von 750000 Franken für die Finanzierung von Wohnungen der Genossenschaft «Wohnen im Alter». Der Gemeinderat vergab seinerzeit zwei Darlehen in Höhe von 100000 und 500000 Franken an die Genossenschaft. Worauf ein Einwohner Beschwerde gegen diese Vergabe führte, weil nach seiner Meinung der Gemeinderat seine Kompetenzen überschritten haben soll. Das Verfahren läuft noch. Aber damit die Genossenschaft nicht blockiert ist, wolle man nun zur Sicherheit noch das Ja des Souveräns einholen. «So sind wir auf jeden Fall auf der sicheren Seite», sagte Viktor Stüdeli. Die Versammlung stimmte mit grosser Mehrheit dem Antrag zu.

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